Montag, 31. Dezember 2012

Und noch einer ...

Die letzten Wochen waren ja von Jahresrückblicken auf allen möglichen Fernsehsendern geprägt. Beginnend mit dem Dezember konnte man den Fernseher kaum anschalten ohne, dass man mit irgendwelchen Momenten des Jahres 2012 konfrontiert wurde. Und jetzt komme ich auch noch daher und lasse das Jahr Revue passieren! Hat man denn nie Ruhe davor? Nein, denn hier handelt es sich um mein eigenen Jahresrückblick, der nichts mit den großen Ereignissen der Welt zu tun hat. 

Die Idee dazu stammt von einem sehr guten Freund, mit dem wir die letzten Jahre Silvester verbracht haben. Irgendwann im Laufe des Abends stellt er immer die Frage, was die Highlights des vergangenen Jahres waren und was wir uns für das kommende Jahr vorgenommen haben. Und darum fange ich nun mal mit meinem Rückblick an. 

Januar: 

Hm, ein recht unspektakulärer Monat. Das neue Jahr hat begonnen, wie das alte geendet hatte. Der Monat Januar ist immer geprägt von vielen Geburtstagen, da fast die Hälfte meiner Verwandschaft im Januar Geburtstag hat. Der Weihnachtsbaum ist gerade raus geworfen, da geht es schon weiter mit den nächsten Feiern. Und ein ganz besonderer Geburtstag war auch dabei: Mein Patenkind wurde eins und es war eine richtig schöne Feier, von der ich behaupte, dass die Hauptperson sich in späteren Jahren nicht mehr daran erinnern kann. 

Nicht so schön an diesem Monat ist die Tatsache, dass eine meiner besten Freundinnen ins Ausland gezogen ist. In Zeiten von Whatsapp und Skype ist es aber heute so viel einfacher Kontakt zu haben, als noch vor 20 Jahren und es vergeht kein Tag, an dem wir nicht voneinander hören. Und doch kann man nicht einfach sagen: Komm, lass uns was essen gehen oder da und da treffen. Aber es ist eine temporäre Sache und nicht für die Ewigkeit, das schaffen wir schon. 

Februar: 

Nichts, aber auch gar nichts berichtenswertes ist in diesem Monat geschehen. Und wenn man es genauer betrachtet gilt das gleiche auch für März.

April: 

Ja, jetzt wird es interessant. Im September 2011 hatte ich angefangen "Einsatzort Vergangenheit" zu schreiben. Erst nur zum Spaß für mich und dann wollte ich es plötzlich veröffentlichen. Im April ist es dann schließlich so weit und ich habe das Buch bei Amazon hochgeladen. Erst ab da habe ich es öffentlich gemacht, dass ich ein Buch geschrieben habe. Ich gehöre leider nicht zu den Menschen, die sich hinstellen und stundenlang über ihre Projekte berichten können. Ich rede fast immer erst über die Dinge, wenn sie in trockenen Tüchern und abgeschlossen sind. Daher waren ziemlich viele sehr überrascht, dass ich so plötzlich mit einem fertigen Buch um die Ecke kam. Dass es "nur" bei amazon als eBook erhältlich ist, ist in den Augen einiger immer noch kein richtiges Buch, was ich sehr schade finde. Und ja, es fanden auch einige Verkäufe statt, aber die waren wohl im Freundeskreis zu finden. 

Mai:

In diesem Monat startet das Buch nach einer Gratisaktion richtig durch. Nachdem ich ohne, dass ich es irgendwo gepostet oder mitgeteilt hatte, die Gratisaktion gestartet hatte, mit dem Gedanken: "Mal schauen, ob es überhaupt jemand merkt", konnte ich es fast nicht glauben, als ich am Abend auf Platz 1 der Gratis-Downloads stand. Ich sehe es nicht unbedingt als verschenktes Geld an, sondern es war für mich eine Möglichkeit auf mich aufmerksam zu machen. Ich gehöre nicht zu den Leuten mit riesigem Freundeskreis, meine Facebookfreunde sind überschaubar und wie soll ich da großartig einen größeren Kreis ansprechen, zumal die meisten noch nicht mal einen Kindle haben? Also habe ich das Buch gratis angeboten und das Wunder geschah. Denn nachdem die Aktion vorbei war, wurde das Buch gekauft und nicht ein oder zweimal. Oh nein, es reichte durchaus aus, um mich für einige Zeit in die Top 100 der Kindle-Charts zu bringen. 
Mit diesem Erfolgsgefühl bin ich zusammen mit meinem Mann zu einem wunderbaren Urlaub in die USA aufgebrochen. In diesen drei Wochen waren wir in fast allen Städten, die ich dort schon immer einmal besichtigen wollte. Und ich kam zu der Überzeugung, dass ich New York, doch nicht so schrecklich finde, wie noch bei meinem ersten Besuch im Jahr 1995. Mein persönliches Highlight allerdings war Washington D.C. und ich bin mir sicher, dass ich dieser Stadt noch einmal einen Besuch abstatten werde. In den zwei Tagen, die ich dort war, habe ich einfach zu wenig gesehen. 

Und noch etwas ist in diesem Monat geschehen: Ich habe die Zusage zu meiner neuen Arbeitsstelle bekommen. Das war total verrückt, denn freitags vor meinem Abflug hatte ich erst mein Telefoninterview mit der Personalabteilung gehabt und hatte mich darauf geeinigt, dass ich gerne Ab- oder Zusage per Mail hätte, damit ich Bescheid wüsste, woran ich war. Montagmorgen habe ich dann in Philadelphia meine Mails gecheckt und glaubte meinen Augen nicht zu trauen, ich hatte die Zusage schon bekommen. 

Kein Wunder, dass dieser Monat Wonnemonat heißt, für mich war es einer.

Juni: 

Noch immer ist "Einsatzort Vergangenheit" in den Charts. So langsam verstehe ich, dass meine Idee  doch einige Menschen anspricht. Die Geschichte um Laura und Phil war immer als Mehrteiler geplant und so fingen die Arbeiten am zweiten Teil im Juni an. 

Juli: 

Der Juli war ein Partymonat. Die Hochzeit des Jahres stand vor der Tür, ein jahrelang befreundetes Pärchen traute sich nach vielen Jahren und gaben sich das Jawort. Kein Wunder, dass das richtig gefeiert werden musste. Dazu kamen fast alle Freunde von fern und nah zusammen und es ist eine der schönsten Erinnerungen, die ich an das Jahr habe. 

Nachdem ich gemerkt habe, dass ich zwar bei anderen Fehler im Text immer schnell finde, meine eigenen aber irgendwie übersehe, gebe ich "Einsatzort Vergangenheit" ins Korrektorat, das ich mir nun nach den ersten Verkäufen auch leisten kann. Meine absolute Schwachstelle ist nämlich die Interpunktion und darum bin ich froh, dass ich jemanden gefunden habe, der diese Mängel ausmerzt. 

August und September: 

So langsam kehrt Ruhe ein und es passiert nicht wirklich viel. Die letzten Tage bei meinem alten Arbeitgeber brechen an und die Arbeiten an Teil zwei kamen irgendwie ins Stocken. Vielleicht war das Wetter zu schön, als dass ich mich abends noch vor den PC setzen wollte, ich weiß es nicht mehr so genau. Ich weiß nur, dass ich in der Zeit ziemlich faul war. 

Oktober:

Auf zu neuen Aufgaben, von Hattersheim nach Frankfurt. Die doppelt so lange Fahrtstrecke macht sich ziemlich bemerkbar. Ich muss wesentlich früher aufstehen als vorher, denn wenn ich nicht bis spätestens viertel nach sieben auf der Straße bin, stehe ich unwiderruflich im Stau. Ich habe in den vergangenen drei Monaten so viele schwere Unfälle gesehen, wie noch nie in meinem ganzen Leben zuvor. Und ich frage mich jeden Tag aufs Neue, wann die Menschen merken, dass sie nicht alleine auf der Straße sind und ein wenig mehr Miteinander statt Gegeneinander vieles vermeiden ließe. 

November:

Ich merke, dass das Buch nicht ganz in die Richtung läuft, die ich gerne hätte. Der Plan war da, alles geplottet und doch passte es nicht. Ein Besuch im stadthistorischen Museum von Mainz hat mir einen neuen Schub verpasst und ich war auf einer Zeitreise in meiner Heimatstadt unterwegs. Die Geschichte wurde rund und ich war sicher, dass ich bald fertig sei, aber dann kam der 

Dezember:

Der zweite Teil wird immer länger, länger als von mir gedacht. Bei genauerem Hinsehen stelle ich fest, dass ich zwei komplette Geschichten in eine verpacken wollte. Und das passte nicht ganz in die Idee und die Titelidee, die ich schon seit Beginn der Arbeiten am zweiten Teil habe. Was also tun? Auf keinen Fall das bisher geschriebene wieder löschen, dafür gefällt mir die Idee zu gut und ist viel zu weit fortgeschritten, als dass ich das einfach rückgängig machen könnte. Es ist schon erstaunlich, dass man das Offensichtliche manchmal gar nicht sieht, denn das was ich bisher geschrieben habe, reicht für einen zweiten Teil aus. Soll ich es also wirklich wagen? 

Ja, natürlich habe es gewagt, obwohl ich erst richtige Zweifel hatte, aber jetzt bin ich total happy mit der Entscheidung und die erste Überarbeitung ist auch schon abgeschlossen. Und da ich meinen Testleserinnen versprochen hatte, dass sie noch 2012 den zweiten Teil bekommen, wird der Text noch heute an die entsprechenden Damen gehen. 

Und wenn ich mich dann an Teil drei mache, habe ich schon ein ganz schönes Stück geschafft und knappe 100 Normseiten sind schon fertig. 


Rückblickend muss ich sagen, dass das Jahr 2012 ein sensationelles war. Nach vielen Jahren, die aus den verschiedensten Gründen nicht so toll verlaufen waren, kann ich endlich einmal sagen: So wie es ist, so soll es bleiben! Darum gibt es gar nicht so viel, was ich 2013 ändern möchte und ich wünsche mir, dass das kommende Jahr genauso toll wird, wie das vergangene. 

Meine Lieben, ich wünsche Euch für das Jahr 2013 das Allerbeste! Feiert mit Euren Freunden, Familien und Liebsten und begrüßt das neue Jahr 2013 mit offenen Armen. Ich werde es auf alle Fälle im Kreise meiner besten Freunde tun! 

                                                            

                                           HAPPY NEW YEAR!!! 







Freitag, 28. Dezember 2012

Neues aus der Vergangenheit oder doch Gegenwart?

Meine letzten Posts handelten ja nicht wirklich von den Dingen, die ich eigentlich in meiner Freizeit mache. Ich habe über alles mögliche berichtet, aber von meinem aktuellen Buchprojekt habe ich nichts berichtet. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich auch nicht wusste, was genau ich veröffentlichen sollte. Auszüge oder Teaser wollte ich nicht mehr, da ich ansonsten vielleicht zu viele Spoiler drin hätte. Also gestrichen. Was bleibt dann noch?

Es bleibt darüber zu berichten, dass sich meine Pläne mal wieder etwas geändert haben. Schon merkwürdig, ich dachte die ganze Zeit, dass ich noch eine ganze Menge an Seiten zu schreiben hätte und das Buch dann fertig wäre. Doch dann habe ich mir das ganze noch einmal genau angesehen und festgestellt, dass ich mich total geirrt habe! Ich muss diese Seiten jetzt nicht schreiben, weil im Grunde genommen, erzählen sie eine völlig neue Geschichte und die kann gut und gerne in einem dritten Band erzählt werden. Ein dritter Band war sowieso schon immer geplant und durch den Cut, den ich nun vorgenommen habe, passt der zweite Band viel besser in mein geplantes Schema. 

Was bedeutet das? Nun erstens, dass das Buch etwas kürzer wird, als ich es gedacht hatte. Wenn ich jedoch den zweiten Teil so geschrieben hätte, wie ich es eigentlich vorgesehen hatte, dann wäre er um einiges umfangreicher geworden. Vielleicht sogar zu umfangreich und wer weiß, ob es dann nicht zu viel geworden wäre. Ich hätte zwei komplette Geschichten in einem Band erzählt. 

Was heißt es noch? Nun, da ich einen großen Schnitt gemacht habe, bin ich im Grunde genommen fertig mit dem zweiten Band. Ich bin seit Tagen dabei, ihn zu überarbeiten. Das heißt an einigen Stellen noch ausarbeiten, eventuell umschreiben und feilen. Wenn das dann fertig ist, geht das Manuskript an meine lieben Testleserinnen. Sobald ich deren Feedback habe, entscheide ich dann, wie es weitergeht. 
Entweder ich nehme eine Schaufel und grabe ein Loch für den Text und lasse ihn auf Nimmerwiedersehen in unseren großzügigen Parkanlagen von 50 m² verschwinden.
Oder aber ich wende mich vertrauensvoll an meine Korrektorin und frage sie, wann sie denn Zeit für mich und mein Baby hat. 

Der Titel nimmt auch Gestalt an und wird bestimmt in den nächsten Tagen hier vorgestellt! 
So und jetzt muss ich zurück an den Text, immerhin habe ich einen Plan:-) 

Freitag, 21. Dezember 2012

Unser neuestes Familienmitglied

Nachdem am letzten Wochenende mein Kindle Keyboard anfing einen langsamen und qualvollen Tod zu sterben, musste ich zusehen, dass ich schleunigst Ersatz bekomme. Wie im letzten Post schon geschrieben, habe ich dann schnell den Paperwhite bestellt.

Wobei schnell nicht so wirklich zutrifft.

Ich habe das Gerät nicht bei Amazon direkt bestellt, sondern bei Best Buy. Best Buy ist eine Art amerikanischer Media Markt. Das Tolle bei diesem Laden ist nämlich, dass ich auch aus dem Ausland bestellen kann und dann mein bestelltes Gerät in dem von mir ausgesuchten Laden abholen kann. Oder wie in meinem Fall abholen lassen. Die erste Schwierigkeit war herauszufinden, welche Adresse man denn bitte eingeben soll. Denn mit meiner deutschen wollten und konnten sie gar nichts anfangen. Erst in der Hilfe fand ich dann die Adresse, die man angeben muss, wenn man außerhalb der USA bestellt.
Gut, diese Hürde war also gemeistert, da kam die nächste um die Ecke. Meine Kreditkarte wurde nicht akzeptiert? Völlig panisch habe ich geprüft, ob die Karte vielleicht abgelaufen sei oder sonstiges. Aber nichts dergleichen. Ich konnte jedoch machen, was ich wollte, meine Karte wurde einfach nicht genommen. Des Rätsels Lösung kommt gleich. Glücklicherweise habe ich noch eine zweite, die dann ohne Probleme genommen wurde und der Kauf konnte abgewickelt werden. Eine Stunde später bekam ich eine Mail, dass der Paperwhite nun abholbereit sei. Jetzt musste ich nur noch der Person, die den Kindle abholen sollte, Bescheid sagen, dass er dort parat liegt.

Zwei Tage nachdem ich versucht hatte, den Kindle mit meiner Kreditkarte zu kaufen, bekam ich ein
Schreiben der Kreditkartenfirma, in dem sie mich davon unterrichteten, dass auf meiner Karte Umsätze getätigt werden sollte, die nicht plausibel waren. Aus Sicherheitsgründen wurde die Karte gesperrt und ich sollte doch bitte anrufen, um meine Karte zu sperren. Nach einem supernetten Gespräch mit einem Mitarbeiter der Hotline war alles geklärt. Aus Gründen der Sicherheit finde ich gut, was geschehen ist, als ich bestellen wollte, fand ich das nicht so lustig. Denn mein versuchter Kauf bei einer amerikanischen Firma als Deutsche hat einen Alarm im Sicherheitssystem ausgelöst und man ging davon aus, dass jemand meine Karte missbrauchte.

Und heute Mittag war es dann soweit, ich konnte mein neues Familienmitglied in die Arme schließen. Ich war natürlich kaum zu halten und habe den Kleinen dann mal ausgepackt und aktiviert.

Was soll ich sagen? Display 1a, von den befürchteten Farbwolken ist nichts zu sehen, lediglich am unteren Bildrand sind die Lichter etwas unregelmäßig, aber nichts, was mich wirklich stört.

Aber seht selbst:

























Die Schatten auf der linken Seite kommen von der Lampe im Wohnzimmer, das Gehäuse an sich ist komplett schwarz. Und schief ist das Gerät auch nicht, das lag dann auch wieder an mir ... Die Bilder sind leider nicht so gut, zeigen aber schon, wie toll das Display ist. Und die aktuelle Einstellung ist noch nicht mal die der höchsten Lichtstufe, da ist noch ein bisschen Platz nach oben.

Ich bin jedenfalls begeistert davon und freue mich darauf heute Abend mein aktuelles Buch
weiterlesen zu können.

Übrigens: Für diejenigen, die es interessiert. Der Keyboard liegt noch im Sterben. Es sind keine neuen Linien mehr hinzugekommen, aber er scheint es sich jetzt bei jedem Anschalten zu überlegen, ob er auch wirklich noch will. Und bis er mal während der Benutzung reagiert, ist auch jenseits von Gut und Böse.


Sonntag, 16. Dezember 2012

Der sterbende Schwan

Warum passieren manche Dinge immer dann, wenn man sie überhaupt nicht gebrauchen kann. Ich vermute, das hat etwas mit Murphy's Law zu tun, aber das ist ein Thema, das einen ganzen Blog für sich alleine beanspruchen könnte.

Zurück zu den Dingen, die zum unpassendsten Zeitpunkt geschehen. Mein Kindle liegt im Sterben. Völlig unerwartet trat der Zustand ein. Angefangen hat es am Mittwoch als ich den Reader in die Hand nahm und stutzig wurde. Was war das denn? An den unteren Ecken zierten je links und rechts ein winziger Riss das Gehäuse. Ist zwar nicht schön, aber man kann eigentlich damit leben, denn das Display war davon ja nicht beeinträchtigt.

Pustekuchen, sag ich nur! Nur wenige Tage danach, der nächste Schock. Beim Einschalten traten mit einem Mal weiße Streifen im Display auf, die sich von oben bis unten durch den Text zogen. Am Anfang waren es nur zwei, doch schon nach wenigen Stunden wurden es mehr. Derzeit sind es vier Streifen, wobei der eine immer dicker wird. Wie man sieht, konnte das Reset auch nichts ausrichten.



Zwar kann ich immer noch damit lesen, aber angenehm ist es nicht, das könnt ihr mir glauben. Ich kann zwar noch auf mein iPad ausweichen, aber es ist im Vergleich zum Kindle einfach zu schwer, um damit abends gemütlich im Bett zu lesen.

Ersatz muss her und zwar schnellstens! Ich habe Amazon kontaktiert und bin immer wieder begeistert von deren Kundenservice. Denn obwohl ich meinen Kindle in den USA gekauft habe und die Garantie abgelaufen ist, wollten sie mir einen neuen zum vergünstigten Preis anbieten. Doch das wäre der kleine Reader gewesen, ohne Touch und ohne Tastatur. Nicht unbedingt mein Fall, ich nutze die Tastatur doch häufiger und will nicht ewig mit der Cursortaste spielen, bis ich das eingegeben habe, was ich will. Also habe ich dankend abgelehnt.

Bleibt also nur noch der Paperwhite übrig, um den ich schon seit Erscheinen wie die Katze um den heißen Brei rumschleiche. Ich hatte das Konkurrenzprodukt, den Kobo Glo, die Tage schon mal in der Hand und war hellauf begeistert. Aber bekanntermaßen bin ich nicht die Einzige, die das Gerät möchte. Derzeit ist es in Deutschland auf Wochen ausverkauft und die voraussichtliche Lieferzeit beträgt derzeit 5-7 Wochen.

Aber glücklicherweise kenne ich liebe Menschen, die mir einen aus den USA mitbringen und ich in den nächsten Wochen stolze Besitzerin eines solchen Geräts sein werde. Dann will ich nur hoffen, dass der sterbende Schwan bis dahin noch einigermaßen durchhält und mich nicht ganz im Stich lässt. Ich habe mich so an meinen Kindle gewöhnt, dass ich nur schwer auf ihn verzichten kann. Zwar habe ich noch viele Papierbücher, die dringend gelesen werden möchten, aber ich bevorzuge einfach den elektronischen Weg!

Nachtrag 17.12.2012:
Inzwischen sind noch weitere Streifen hinzu gekommen, die es mir unmöglich machen auf diesem Wege weiterzulesen. Meine Bestellung des Paperwhite in den USA funktionierte ohne Probleme und wenn alles gut geht, kann ich das Teil noch vor Weihnachten in meinen Händen halten. Ich mochte den Keyboard wirklich und bin traurig, dass er so plötzlich kaputt ging, zumal ich ihn wirklich sehr pfleglich behandelt habe und er fast nur zu Hause lag. Ich hoffe, dass die anderen Keyboard Besitzer unter meinen Freunden nicht auch diese Erfahrungen machen müssen. Aber wenn ich sehe, dass Amazon dem Thema schon einiges an Platz auf deren Hilfeseiten eingeräumt hat, sehe ich fast schwarz.

Sonntag, 9. Dezember 2012

Bekenntnisse eines Weihnachtsjunkies


Der Titel des Blogs verrät es schon: Ich LIEBE die Weihnachtszeit! Und das meine ich durchaus ernst und mache mich nicht lustig darüber.

Kann es etwas Schöneres geben, als in der dunklen Jahreszeit durch die hell erleuchteten Straßen zu gehen? In meiner Wohngegend ist fast jedes Haus und fast jeder Vorgarten mit Lichtern erleuchtet und alles wirkt gleich viel freundlicher und nicht mehr so düster. Ein ganz spezielles Highlight wohnt direkt nebenan. Ich nenne es meinen Lichteradventskalender. Der gute Mann fängt in der letzten Novemberwoche damit an, seinen Eingangsbereich zu dekorieren. Es beginnt mit einer diskreten Lichterkette, gefolgt von speziellen Lichtern für seine Straßenlampe, diese bekommt einen zusätzlichen künstlichen Tannenkranz, der wie sollte es anders sein, auch mit Lichtern geschmückt ist. Und das geht dann immer weiter, bis an Weihnachten, der ganze Eingangsbereich in vielen bunten Lichtern blinkt und leuchtet. Jeden Tag, wenn ich nach Hause komme, bin ich gespannt darauf, was es Neues zu entdecken gibt.

Klar gibt es in dieser Zeit auch massig Stress, das will ich nicht abstreiten. Komischerweise kommt man immer im Dezember darauf, dass man sich noch mit Menschen treffen möchte, die man schon ewig nicht mehr gesehen hat. Also schaut man, wo man noch ein kleines Plätzchen in seinem Terminkalender hat.
Dieses Jahr ist vermutlich auch das erste Mal seit Jahren, in dem ich die Weihnachtsbäckerei geschlossen lasse. Was mich zwar etwas wehmütig stimmt, aber dann kann ich mich auch auf die anderen Leckereien freuen, die es sonst noch so gibt. Denn somit habe ich wieder etwas Zeit für mich gewonnen. Und Zeit habe ich in den letzten Monaten herzlich wenig gehabt.

Ein ganz besonderes Highlight sind für mich die verschiedenen Weihnachtsmärkte. Alleine der Duft von gebrannten Mandeln, Zuckerwatte, vermischt mit dem Aroma der vielen Glühweinstände ist ein Fest der Sinne für mich. Ich freue mich immer auf Weihnachtsmärkte zu gehen, ich muss noch nicht mal etwas kaufen, alleine zu schauen ist ausreichend. Wenn dann noch Schnee liegt und es richtig kalt ist, dann macht es gleich noch viel mehr Spaß sich ins Getümmel zu stürzen und mit rotgefrorener Nase einen Glühwein oder Eierpunsch zu sich zu nehmen.
Und so werde ich mir später meine Schneeschuhe anziehen, mich in warme Winterkleider einpacken und zusammen mit meinem Mann einen Schneespaziergang nach Mainz machen. Dort werden wir über den Weihnachtsmarkt gehen. Im Schatten des verschneiten Doms warme Getränke trinken, fettige Bratwurst essen und dann wieder mit dem Bus nach Hause fahren. Kann man an einem Sonntag im Dezember Schöneres machen? Vielleicht noch Schlittenfahren gehen, aber das wird bis nächste Woche warten müssen.

In diesem Sinne wünsche ich allen einen schönen und besinnlichen zweiten Adventssonntag!

Sonntag, 2. Dezember 2012

Bitte nicht gleich alle über einen Kamm scheren ...

Es war einmal vor langer Zeit eine Frau, die sich hinsetzte und ein Buch schrieb, dieses bei Amazon als eBook einstellte und dieses Buch zum Megaerfolg wurde. Bis dato gehörte es zu den absoluten Bestsellern und war ein Verkaufserfolg bei Amazon. Das Buch war sogar so erfolgreich, dass sich ein Verlag meldete und das Buch auch als Taschenbuch verlegte. Einige Monate später folgte der zweite Teil dieser Reihe und ab da ging es plötzlich bergab. Eine Rezensentin auf Amazon merkte an, dass ihr ziemlich viele Textpassagen mehr als bekannt vorkamen, aber aus einem anderen Buch einer anderen Autorin. Nachdem die Rezensentin auch die entsprechenden Ausschnitte belegen konnte, wurde eine Welle ins Rollen gebracht, die schlussendlich dazu führte, dass beide eBooks und das Taschenbuch sofort aus dem Verkauf genommen wurden. Denn nach einer weiteren Prüfung kam heraus, dass auch im ersten Band viele Stellen aus einem anderen Buch "zitiert" worden waren.

Plagiat oder doch Zufall?

Ich muss zugeben, dass ich den ersten Teil gelesen habe und ihn recht gut fand, allerdings kannte das Buch aus dem sie Passagen übernommen hatte, nur auf Englisch und konnte daher die Parallelen nicht erkennen.

Ich möchte auch an dieser Stelle nicht öffentlich über die Dame herfallen und sie für das, was sie getan oder vielleicht auch nicht getan hat, verurteilen. Eine Menge Anwälte sind bereits damit beschäftigt, da muss ich meine Zeit nicht auch noch damit verschwenden.

Nein, mir geht es eher darum, dass nun eine Diskussion losgelöst wird, die mir nicht gefällt. Sofort nach dem der Fall bekannt wurde, wurden Stimmen laut, die über Indie-Autoren schimpften und sie als Nachahmer etc. beschimpften und so etwas nie in der Verlagsbranche passiert wäre.

                                                                   STOPP!

Denn das stimmt nicht, es gab schon mal einen Fall, in dem ein Autor ganz offensichtlich bei einer anderen Autorin abgeschrieben hat und dies war bei einem Autor geschehen, der bei einem Verlag unter Vertrag gestanden hatte.

 Auch bei Verlagen kann so etwas vorkommen!

Was ich damit sagen möchte, ist dass man bitte nicht alle Indie-Autoren über einen Kamm scheren soll. Einigen unter ihnen möchte auch ich sagen, dass sie doch besser mit dem Schreiben aufhören sollten und sich den Dingen zuwenden sollen, die sie besser können. Aber es gibt so viele Autoren da draußen, die so tolle Geschichten geschaffen haben und vielleicht auch mit  Absicht nicht zu einem Verlag gegangen sind, weil sie ihre Unabhängigkeit zu schätzen wissen. Musikern nimmt man es auch nicht übel, wenn sie es alleine versuchen, warum stehen dann die Autoren dermaßen im Kreuzfeuer?

Wir müssen uns lösen von der Idee, dass gute Bücher nur aus Verlagen kommen, es gibt eine Menge wunderbarer Romane, die von Autoren kommen, die nichts mit Verlagen und deren Welt am Hut haben. Und nicht alle schreiben ab, nur weil es eine vielleicht getan hat! Die meisten von uns sitzen stundenlang da und überlegen sich ihre eigenen Geschichten, Charaktere und so weiter. Und selbst, wenn wir uns Anregungen von anderen Büchern holen, die wir gut fanden und unsere eigene Geschichte daraus erfinden, so ist das noch lange kein Plagiat. Denn dann müsste sich Helen Fielding warm anziehen, ist doch ihre Bridget Jones eine moderne Variante von "Pride and Prejudice". Oder was ist mit "Shades of ...", jeder weiß, dass die Charaktere aus Twilight die Vorbilder für Ana und Christian sind. Oder was ist mit den ganzen Regionalkrimis, die es derzeit in Massen auf dem Markt gibt? Nach dem Erfolg der ersten Bücher sind viele auf den Zug aufgesprungen und haben ihre Krimis in ihre Heimat verlegt? Da kann von Plagiat auch nicht die Rede sein. Solange man mit seinen Geschichten eigenes schafft und auch eigene Texte schreibt, sehe ich das nicht als allzu dramatisch an, wenn man einen Grundgedanken auffasst und ihn zu seinem eigenen Werk formt. Es wird immer irgendwo Bücher geben, bei denen man denkt: "Das kommt mir aber bekannt vor" und das kann bei Verlagsbüchern, wie auch bei Indie-Büchern geschehen, denn die vollkommen neue Idee gibt es im Grunde nicht.

Und nur weil ein Buch nicht bei einem Verlag erschienen ist, ist es nicht automatisch ein schlechtes!