Sonntag, 17. März 2013

Ich kann es nicht mehr sehen!

Als ich klein war, habe ich mich immer gefreut, wenn es schneite. Auch wenn der Schnee in der Regel nie liegenblieb und Winter Wunderland und Mainzer Innenstadt zwei Begriffe sind, die sich gegenseitig ausschließen. Schnee war toll, alles wirkte immer so friedlich, die Geräusche wurden gedämpft, die weiße Puderzuckerschicht sorgte dafür, dass es heller wurde und so weiter. 

Mir hätte auch an Weihnachten oder in der Vorweihnachtszeit Schnee außerordentlich gut gefallen, aber nein, im Jahr 2012 konnte man im Advent eher Sangria anstatt Glühwein trinken. 

Warum also hat sich der Winter gedacht, dass er nun doch noch ein verlängertes Gastspiel geben muss? Nicht nur, dass wir den dunkelsten Februar seit ewigen Zeiten hatten und meine Laune dadurch im zweiten Untergeschoss war, nein jetzt muss es auch andauernd schneien! 
Dienstag war der absolute Alptraum. Dank Navi und zeitigem Losfahren bin ich nach "nur" 80 Minuten im Büro angekommen, in der Regel brauche ich 35 Minuten. Ich hatte etliche Kollegen, die viel länger unterwegs waren. Die Krönung waren vier Stunden für knapp 40 Kilometer. Am Abend allerdings habe ich weit über zwei Stunden gebraucht, dabei habe ich mehrfach den Atem angehalten, wenn mal wieder ein LKW in meiner Nähe schlitterte. Eine Nacht auf der Autobahn wollte ich unter allen Umständen vermeiden. Mittwochmorgen war ähnlich übel, weil der Schnee zum Teil noch vereist auf der Autobahn lag. Am Rand standen Dutzende von LKWs deren Besitzer, die Nacht wohl dort verbringen mussten, weil es weder vorwärts noch rückwärts ging. 

Als es dann die Tage leicht wärmer wurde und der Schnee begann zu schmelzen, schöpfte ich Hoffnung.  Doch weit gefehlt! Ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen als ich beim öffnen der Rolladen heute morgen sah, dass wieder alles weiß es. Dicke, fette Flocken fallen ununterbrochen zu Boden und der gestern bereits wieder grüne Rasen ist erneut mit einer dichten weißen Schicht bedeckt. Es ist wirklich nicht zu fassen, ich komme mir vor, als wären wir in einer Art Minieiszeit gefangen und keine Besserung ist in Sicht. Der meteorologische Frühlingsanfang ist seit über zwei Wochen vorbei, nächste Woche ist der kalendarische.

Wann fängt er wirklich an? Wann fangen die Blumen an zu blühen, die ersten Tulpen zu wachsen? Wann dürfen wir die Tage erleben, an denen wir nicht dick eingemummt wie das Michelinmännchen vor die Tür gehen müssen? 

Ich will endlich FRÜHLING! 

Sonntag, 10. März 2013

Nach dem zweiten Teil ist vor dem dritten Teil

Seit einer Woche ist "Zwischenstation Gegenwart" bei Amazon als eBook erhältlich. Am Freitag habe ich die Datei für das Taschenbuch freigegeben und warte seitdem auf die Veröffentlichung bei Amazon.  In absehbarer Zeit wird das eBook auch bei anderen Anbietern erhältlich sein. 

Eigentlich könnte ich mich also jetzt zurücklehnen und verschnaufen, vielleicht ein wenig Däumchen drehen. Und? Tue ich das? Nein, meine Verschnaufpause habe ich mir in der Zeit, in der das Buch im Korrektorat war, gegönnt. Nun heißt es zurück an den Laptop und zurück in die Vergangenheit. 

Nicht umsonst trägt der zweite Teil das Wort Gegenwart im Titel und ich weiß, dass es ein Risiko ist, einen Teil einer Reihe, in der es um Zeitreisen geht, fast nur im Hier und Jetzt spielen zu lassen. 
Aber mit der Gegenwart ist jetzt Schluss! Hoch und heilig versprochen! 

Der dritte Teil ist definitiv wieder ein Zeitreiseroman und ich bin schon seit einiger Zeit dabei, mich in der Mitte des 19. Jahrhunderts zurechtzufinden. Wer meinem Blog folgt, weiß, dass es ursprünglich geplant war, diesen Erzählstrang noch im zweiten Teil unterzubringen. Es fiel mir damals nicht leicht, mich gegen jegliche Zeitreise zu entscheiden, aber nach reiflicher Überlegung war klar, dass es so der beste Weg ist. Und so beginnt der dritte Teil genau da, wo der zweite Band geendet hat. 

Die Recherchen dazu sind zum Teil auch eine Zeitreise für mich. Ich bin in Mainz aufgewachsen und habe mich schon von jeher für die Geschichte meiner Heimatstadt interessiert, aber erst jetzt tauche ich komplett darin ein. Jeder Besuch in Mainz wird zum Abenteuer für mich, denn wenn man genau hinschaut, gibt es überall Hinweise auf die Geschichte und sei es nur durch Hinweisschildern an den Hauswänden der Innenstadt. Ich hoffe, dass ich meine Begeisterung und auch Liebe zu meiner Heimatstadt auf meine Leser übertragen kann. Sicherlich gibt es genügend Bausünden der Nachkriegszeit zu bestaunen, wer den Münsterplatz kennt, wird wissen, was ich meine, aber wer sich genauer mit der Stadt befasst, wird kleine, enge Gassen wie im Mittelalter entdecken und sich an den Chagall-Fenstern von St. Stephan erfreuen. Mainz ist zweifelsohne eine Reise wert! 


ABER, für Laura und Phil wird das Mainz des 19. Jahrhunderts nicht die einzige Zeitreise bleiben. Derzeit plane ich für die beiden auch noch einen längeren Ausflug ins Mittelalter. Ich bin gespannt, was mich dort erwartet und was ich dort lerne. Und ich bin mir sicher, dass das nicht die einzigen Zeitreisen der beiden in diesem Band sein werden ...

Ich werde euch auf dem Laufenden halten! 

Samstag, 2. März 2013

Da ist er!

Vorgestern kam das Manuskript aus dem Korrektorat zurück und es gab kein Halten mehr für mich. Ich habe mir die halbe Nacht um die Ohren geschlagen und den Text überarbeitet.

Gut, dass das Titelbild und Klappentext vorbereitet waren, so musste nach Beendigung der Überarbeitung der Text nur noch formatiert werden und bei Amazon hochgeladen werden.

Zwischenstation Gegenwart bei Amazon

Das Taschenbuch und die Veröffentlichung auf anderen Plattformen wird in den nächsten Tagen erfolgen. Wenn es soweit ist, werde ich das hier kundtun.

Meinen Lesern wünsche ich viel Spaß mit dem zweiten Band und ich bin mehr als gespannt, wie er ankommt.

Einen schönen Samstag wünsche ich allen!