Freitag, 19. April 2013

Mein erstes Mal

Nein, jetzt kommt keine intime Beichte und werde auch über nichts berichten, worüber man eigentlich nur hinter hervorgehaltener Hand spricht.

Das ganze ist ziemlich harmlos und doch bin ich etwas nervös und aufgeregt. Ich habe meine erste Leserunde zu "Einsatzort Vergangenheit" auf Lovelybooks gestartet. Ich möchte mich mit meinen Lesern austauschen und das Buch auch mal aus einer anderen Perspektive betrachten. Bis morgen kann man sich noch bewerben und entweder eines von fünfzehn eBooks oder eines von fünf Taschenbüchern gewinnen.

Selbstverständlich kann jeder der das Buch gelesen hat auch mitmachen und diskutieren.

Link zu Lovelybooks

Warum auch immer, kann man bei Lovelybooks immer noch das alte Cover sehen und erstaunlicherweise wurde es von ganz vielen als positiv beurteilt. Das hat mich schon sehr verwundert,
denn ich habe schon mehrfach gehört, dass das alte Cover langweilig und unauffällig wirkt. Darum habe ich Anfang des Jahres das neue erstellt, obwohl ich das alte Cover wirklich gerne mochte.

Ich glaube, das wird eines der Dinge sein, die ich mir noch einmal durch den Kopf gehen lassen muss. Wer weiß, vielleicht ändere ich das ganze noch einmal um:-)

Auf alle Fälle bin ich total neugierig auf das, was mich in dieser Zeit erwartet. Ich werde bestimmt demnächst darüber berichten.

Was den dritten Teil angeht, kann ich vermelden, dass ich gestern die 200. Seite geschrieben hat. Momentan läuft es richtig gut und das Teilstück, an dem ich gerade schreibe, macht mir richtig Spaß. Es ist zwar anders und komplett neu, aber auch aufregend, mehr möchte ich noch nicht verraten!

Sonntag, 14. April 2013

Veronika, der Lenz ist da ...

Was hat er sich dieses Jahr geziert, der Frühling Wie ein junges Mädchen, das zum ersten Mal auf den Abschlussball geht und sich nur schüchtern und verschämt zeigt.

Vor ein paar Wochen konnte man schon mal erahnen, wie schön er sein könnte. Ich saß mit meinen Kollegen beim Mittagessen im Innenhof unseres Bürogebäudes und wir glaubten, jetzt sei der Frühling da. Pustekuchen, dachte dieser sich. Ich hole lieber mal meinen guten alten Kumpel, der hat noch genug Kraft um euch einzufrieren. Was dann folgte, waren die nervigsten Wochen, an die ich mich in einem Winter oder Frühjahr erinnern kann. Schnee und Straßenglätte waren so ziemlich die größten Nervensägen.

Das Schlimmste, aber waren die Wettervorhersagen. Die 16-Tage Vorschau gaukelte uns Woche für Woche vor, dass es besser wird. Da wurden uns doch tatsächlich Temperaturen über dem Gefrierpunkt versprochen! Was soll ich sagen? Die Wetterfrösche sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Nichts passierte, jeden Morgen verließ ich das Haus in dicker Jacke und Handschuhen.

Offizieller Frühlingsanfang? Nicht mit mir, muss sich der Winter gedacht haben und es wurde mal wieder kälter. Doch was machte die Natur? Sie trotzte dem Winter! Mir doch egal, dass es nachts noch manchmal friert, musste das Motto einiger Pflanzen gewesen sein. Laut Kalender ist jetzt Frühling und ich will jetzt blühen! Das gehört so und war schon immer so. Soll der olle Winter doch endlich Leine ziehen.

Und so kam der Frühling dieses Jahr ganz still und leise. Als ich das erste Mal dieses Jahr eine Krokusblume habe blühen sehen, glaubte ich an eine Fata Morgana. Doch schon der nächste Blick überzeugte mich davon, dass es tatsächlich echte Blumen waren. Mit jedem Tag wurde es spürbar wärmer und die Krönung war der heutige Tag.

Über 20° Celsius, am Himmel zeigten sich nur vereinzelte Wölkchen. Dieser Tag rief nur so danach, dass man ihn draußen verbrachte. Wer den heutigen Tag in einer verschlossenen Wohnung verbracht hat, ist nur entschuldigt, wenn er krank ist. Allen anderen sei gesagt: Ihr habt etwas verpasst!

Also haben mein Mann und ich uns auf den Weg gemacht und sind rausgefahren. So viele Fahrradfahrer und Fußgänger wie heute, sieht man eigentlich nur an den Maifeiertagen, wenn die großen Ausflüge anstehen. Aber heute hatte wohl jeder den Wunsch einfach nur raus und an die frische Luft.

Auf unserer heutigen Tour am Leeheimer See habe ich den folgenden Schnappschuss gemacht:



Ist das nicht herrlich? Noch sieht man, dass der Frühling nicht mit aller Kraft da ist, die Bäume im Hintergrund sind noch nicht belaubt, aber ich glaube es dauert nicht mehr lange, dann können wir alle singen: Veronika, der Lenz ist da, die Mädchen singen tralala ... Nicht, dass ich es wirklich singen würde, aber der Gedanke daran, dass es endlich warm wird, könnte mich fast in Versuchung bringen:-)

Ich hoffe, ihr hattet einen ähnlich schönen Tag und konntet ihn ebenfalls so sehr genießen, wie ich. Wenn nicht, die Wettervorhersage sagt für die nächsten Tage noch Sonnenschein vorher. Hoffen wir, dass die Wetterfrösche dieses Mal recht haben.

Ach so,  am dritten Teil habe ich trotzdem ein wenig geschrieben. Am Morgen, als es noch trüb war und nicht aussah, als würde dieser Tag so schön werden, wie vorhergesagt. Ich möchte mir nicht nachsagen lassen, dass ich nur mein Vergnügen im Kopf hätte!


Samstag, 6. April 2013

Neugierig?

Zugegeben, ganz wohl war mir beim Ende von "Zwischenstation Gegenwart" nicht wirklich. Ich habe wirklich lange mit mir gehadert, ob ich die Geschichte wirklich so enden lassen möchte. Aber egal, wie ich es drehte und wendete, es gab einfach keinen anderen Ausweg. Wer vom Ende dieses Bands enttäuscht ist, wird beim Lesen der Fortsetzung allerdings sehen, dass dieses Ende die einzig richtige Entscheidung war.

Allerdings schulde ich auch denjenigen, die das Buch bereits zu Ende gelesen haben, eine Art Wiedergutmachung. Und wie schaffe ich das wohl am Besten? In dem ich euch heute den Anfang des dritten Bandes vorstellen werde. Ich glaube nicht, dass ich bei diesem Buch so viele Ausschnitte posten kann, wie bei dem letzten Band. Sollte sich aber die Gelegenheit bieten, werde ich die Chance nutzen und euch einen kleinen Ausschnitt vorstellen.


WARNUNG: Wer den zweiten Teil noch nicht zu Ende gelesen hat, sollte nicht weiterlesen, denn der darauffolgende Auszug enthält einige Spoiler!


Und nun hoffe ich, dass euch dieser kleine Auszug etwas milde stimmt und ihr neugierig darauf seid, wie es weitergehen wird. Der Auszug ist unlektoriert und nicht korrigiert, also seid bitte nachsichtig was die Fehler angeht:-)



Mutlos drehte ich mich einmal um mich selbst, um eine Bestandsaufnahme meiner Umgebung vorzunehmen. Danach war ich allerdings so schlau wie zuvor. Bis auf die Tatsache, dass ich mich in einem leicht hügeligen Gebiet befand, wusste ich auch nicht mehr über meinen derzeitigen Aufenthaltsort.

 Frustriert ließ ich mich auf dem Boden nieder und schlug wütend mit der Faust auf den Boden. Was zwar schmerzhaft war, mich aber nicht weiterbrachte. Das durfte einfach nicht wahr sein! Ich saß irgendwo in der Vergangenheit und die Chancen rauszukommen waren null. Was konnte ich tun? Ich hatte keine Zeitmaschine mehr und im Augenblick sah ich keine Möglichkeit, dieser Einöde zu entkommen. Gerade als ich mein Leben wieder einigermaßen auf die Reihe bekommen hatte, musste so etwas passieren. Als Klaus mich entführt hatte, hatte ich immer die Hoffnung gehabt, dass Phil mich finden und retten würde. Aber jetzt? Wie sollte er denn wissen, wo ich war? Dass Lars sich versehentlich als der Verräter, der er war, zu erkennen gab, wagte ich zu bezweifeln. Er hatte immer einen netten, fast schüchternen Eindruck auf mich gemacht und doch hatte ich ihn in Verdacht gehabt. Wie er es geschafft hatte, sich dieses Verdachts zu entledigen war fast genial gewesen. Und wohin hatte es mich gebracht? Ins Nichts! Ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen sollte, und entschied mich, dass eine Mischung von beidem wohl die beste Lösung war. So saß ich auf einer Wiese in irgendeinem Jahrhundert und lachte lauthals vor mich hin, während die Tränen nur so über mein Gesicht rannen. Irgendwann einmal erstickte mein Lachen und ich schluchzte nur noch vor mich hin. Die Tränen liefen über mein Gesicht und ich konnte nicht aufhören zu weinen. Dumpf betrachtete ich die Landschaft um mich herum und was ich sah, ließ mich immer weiter verzweifeln. Nichts wies auch nur im Entferntesten auf bewohnte Siedlungen hin. 

Am Himmel über mir zogen weiße Wolken vorbei und die Sonne zog ihre Spur am Horizont, die Zeit verrann, ohne dass ich etwas tat. Außer ein paar Vögeln, die mich neugierig betrachteten und mich für eine Vogelscheuche hielten, sah ich keine weiteren Lebewesen. Meine Tränen waren längst versiegt, geblieben war das Gefühl der Traurigkeit und des Alleinseins. Nur der Gedanke, dass ich nie wieder in die Gegenwart zurückkehren konnte, und Phil sowie alle anderen, die mir lieb waren, nie wieder sehen würden, ließ die Tränen von Neuem über meine Wangen laufen. Ich schniefte laut und wischte mir ganz undamenhaft mit dem Handrücken die Nase. 

Nachdenken, ich musste nachdenken! Was konnte ich tun? Weiter hier sitzen und mir die Seele aus dem Leib heulen, würde mich zwar irgendwann vor Erschöpfung einschlafen lassen, aber geholfen war mir damit noch lange nicht. Obwohl mir das im Augenblick als beste Lösung erschien. Vielleicht würde ich einschlafen und am Morgen wieder neben Phil aufwachen, dann würde ich feststellen, dass alles nur ein böser Traum gewesen war. Doch ich konnte mir vormachen, was ich wollte, das war kein leider Traum. Mir fehlte jegliche Motivation etwas zu tun, ich wollte einfach nur sitzen bleiben und an nichts mehr denken. An dieser Stelle setzte mein gesunder Menschenverstand ein und verpasste meinem Selbstmitleid eine ordentliche Ohrfeige. Es war ja gut und schön, dass ich mit der Gesamtsituation nicht zufrieden war, aber es würde mich nicht weiterbringen, wenn ich weiter hier saß und rumheulte. Mir blieb wohl nichts anderes übrig, als mich in irgendeine Richtung zu drehen und loszulaufen, in der Hoffnung, dass ich sehr bald auf etwas stoßen würde, was einer Zivilisation einigermaßen ähnelte. Gut, dass es nicht kalt war und auch nicht regnete. Die Temperaturen waren angenehm warm und bei genauerer Betrachtung meiner Umgebung verriet mir die Vegetation, dass es Sommer sein musste. Die Blätter der Bäume und Sträucher waren grün und dicht belaubt. Wenigstens musste ich mir keine Gedanken darüber machen, ob es nachts frieren konnte. 

Ich sah an mir herab und seufzte. Mein Outfit war garantiert nicht dafür gemacht, in der Wildnis spazieren zu gehen und für die Vergangenheit war es noch weniger geeignet. Wenn ich nicht gerade im 20. Jahrhundert gelandet war, so könnte mir meine Kleidung alleine schon zum Verhängnis werden. Das Kleid endete kurz unter dem Knie und selbst die Tatsache, dass ich eine Strumpfhose trug, machte das Kleid in keinem Jahrhundert akzeptabel, die hochhackigen Lederstiefel trugen ihr übriges dazu bei. Genau wie der relativ großzügige Ausschnitt, der in der Gegenwart durchaus als schlicht durchgehen konnte, konnte, je nachdem, wann ich gelandet war, ziemliches Aufsehen erregen. Wenn ich Pech hatte, würde man mich in diesem Kleid für eine Hexe halten und ohne kurzen Prozess auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Und selbst wenn ich in einer moderateren Zeit gelandet war, war das Kleid einfach zu kurz, um als anständig durchzugehen. Bis auf den Goldreif, den Phil mir in London als Beweis aus der Vergangenheit mitgebracht hatte, hatte ich nichts an mir, was auch nur entfernt davon war, wertvoll zu sein. Da ich mir aber nicht sicher sein konnte, ob ich nicht irgendwelchem lichtscheuen Gesindel über den Weg lief, zog ich jeglichen Schmuck aus und versteckte ihn in meinem BH. Es scheuerte zwar etwas, aber somit würde ich keine ungebetene Aufmerksamkeit auf meinen ansonsten wertlosen Schmuck ziehen. Denn selbst wenn es Modeschmuck war, konnte man die Stücke auf den ersten Blick für echt halten und das war mir zu riskant. 

Nüchtern betrachtet war meine Ausgangslage denkbar schlecht und ich setzte meine ganze Hoffnung auf dem Armreif. Wenn ich den wenigstens verkaufen konnte, um mir damit eine Weile mein Leben finanzieren zu können, wäre mir schon viel geholfen. Was ich mir damit nicht erkaufen konnte, war meine Rückfahrkarte in die Gegenwart.  Da würde ich mir etwas einfallen lassen müssen, nur wusste ich momentan nicht, wie ich es tun konnte. Ich erhob mich von meinem unbequemen Sitzplatz und überlegte, in welche Richtung ich gehen sollte, bis ich entschied, dass das im Grunde genommen ziemlich egal war, da ich keinerlei Ahnung hatte, wo die nächste bewohnte Siedlung war. Hoffentlich sprach ich deren Sprache. Bei meinem Glück hatte ich es geschafft, mich irgendwie nach Ungarn zu beamen und das mit der Verständigung würde ein richtiger Spaß werden.



Mittwoch, 3. April 2013

Ein kurzes Lebenszeichen

Der ein oder andere, der die letzten Tage mal hier reingeschaut hat, wird sich sicherlich gewundert haben, dass nichts Neues von mir kam. Ich muss gestehen, mir fehlt schlicht und einfach die Zeit für das Schreiben eines interessanten Blogeintrags.

Meine Hauptarbeit nimmt schon mal fast 50% meiner täglichen Zeit ein und das meine ich wirklich so. Meistens verlasse ich das Haus morgens vor sieben und komme abends um sechs nach Hause. Wer glaubt, dass ich dann noch so vor Energie strotze, dem sei gesagt, er liegt falsch. Seit es abends nicht mehr stockfinster ist, ist es besser geworden. Ich versuche dann meistens mich für eine oder zwei Stunden in mein Arbeitszimmer zu verziehen, um in Ruhe am dritten Teil zu schreiben und wenn ich mich dazu aufraffen kann, läuft es momentan wie geschmiert.

Aber mein Leben besteht ja nicht nur aus Arbeit und dem Schreiben, ich habe einen Mann, einen Haushalt (der übrigens sehr stark von mir vernachlässigt wird!) und auch noch Freunde, die gerne etwas Zeit mit mir verbringen wollen. Und ich muss zugeben, ich will auch einfach mal Spaß haben. Mich mit Freunden treffen, ins Kino gehen oder auch einfach mal nur ein Buch lesen. Das sind alles Dinge, die in den letzten Monaten viel zu kurz gekommen sind und worauf ich mich in den letzten Wochen wieder etwas mehr konzentriert habe.

Leider kommt dabei mein Blog viel zu kurz, ich weiß! Aber ich muss auch zugeben, dass mir auch nicht so viel passiert ist, worüber es sich lohnt zu berichten. Ich hätte schreiben können, dass ich Tatort mit Til toll fand (SWR3-Hörer werden wissen, worauf ich anspiele) oder über das Leben im Allgemeinen philosophieren können. Mir fehlte einfach nur die Kraft und auch die Zeit.

Momentan stehe ich auch vor der Frage, ob ich nicht, wie beim letzten Teil auch, immer mal wieder kleine Ausschnitte posten soll. Eigentlich bin ich es meinen Lesern schuldig, ich weiß. Doch dann bin ich mir nicht sicher, ob ich damit nicht zu viel vorweg nehme. Ich glaube, ich sollte noch mal in mich gehen und darüber nachdenken. Zumindest hätte ich dann mal wieder ein Thema über das ich berichten könnte...