Samstag, 17. August 2013

Das Wochenende kann beginnen

Mit Entsetzen habe ich festgestellt, dass mein letzter Eintrag noch aus Juli ist! Ich schäme mich zutiefst, allerdings habe ich auch eine richtig gute Entschuldigung parat. Meine Arbeit hat mir kaum Zeit zu irgendetwas gelassen. Die letzten zwei Monate waren ziemlich stressig und ich muss sagen, dass ich abends nachdem ich zwölf bis dreizehn Stunden unterwegs war, einfach keine Muse mehr gefunden habe und einfach nicht mehr kreativ sein konnte. Jetzt ist es allerdings wieder viel besser geworden und ich habe langsam wieder etwas mehr Zeit fürs Schreiben des dritten Teils und meinen Blog.

Auch meine Freunde und Familie kamen in den letzten Wochen leider viel zu kurz und wenn dann blieb bei mir sowieso nur das Wochenende. Dabei haben mein Mann und ich ein wenig das Konzept einer meiner liebsten Freundinnen übernommen. Besagte Freundin lebt noch bis Ende des Jahres in den USA und kurz nach ihrem Umzug vor zwei Jahren hat sie mit ihrem Mann eingeführt, dass sie am Freitagabend essen gehen und zwar jede Woche in ein anderes Restaurant.

Die Idee gefiel mir und mein Mann und wir haben das nun auch schon einige Male gemacht. Wir gehen am Freitagabend in ein Restaurant oder Straußwirtschaft, essen etwas gemeinsam und unterhalten uns über Gott und die Welt. Das schöne daran ist, dass wenn man mal nicht zu Hause am Esstisch sitzt, man sich viel mehr Zeit für den anderen nimmt. Wir unterhalten uns in aller Ruhe und essen nicht nur gemeinsam und räumen danach den Tisch ab. Nein, wir können sitzen bleiben und quatschen. In den letzten Monaten haben wir also immer mal wieder am Freitagabend einen Ausflug nach Mainz und Umgebung gemacht. Das Wetter verlangte geradezu danach und immer nur auf der eigenen Terrasse sitzen, ist ja auch irgendwie langweilig. Des Öfteren haben wir uns auch mit Freunden getroffen, im Freien gesessen und über alles mögliche geredet. So hatte ich wenigstens ab und an mal ein wenig Abwechslung und nicht immer nur die Arbeit im Kopf und konnte etwas abschalten.

Ich stelle fest, dass ich mich immer mehr auf unsere Freitagabende freue und unser Freundeskreis hat beschlossen, dass wir uns ab Januar nächsten Jahres regelmäßig an Freitagen treffen wollen. Jeder darf sich ein Restaurant aussuchen und diese werden der Reihe nach probiert. Im Grunde genommen wird es eine Art Stammtisch sein, nur mit dem Unterschied, dass wir keinen festen Tisch haben. Uns geht es hauptsächlich darum, dass wir uns am Ende der Woche sehen und gemeinsam das Wochenende einläuten. Ich bin ja mal gespannt, welche kulinarischen Highlights oder Katastrophen uns da erwarten. Nicht immer bedeutet eine schöne Location auch, dass das Essen dort gut ist, wie wir in den letzten Wochen feststellen mussten. Was nutzt mir der schönste Blick auf Mainz und den Rhein, wenn man am Rheinstrand in Kastel wie ein Bittsteller behandelt wird und Freundlichkeit für das Personal dort ein Fremdwort ist? Der schönste Biergarten der Stadt ist dann leider auch nicht mehr schön, wenn man versetzt essen muss, weil das Essen des einen kam, als der andere fertig war und das laut Speisekarte versprochene Bratenfleisch mit einem Mal Leberkäse ist. Meine Ofenkartoffel war ein vertrockneter Witz und mit 6,80 € mehr als grenzwertig. Der Biergarten der Favorite hat uns gestern auch zum letzten Mal gesehen, es gibt noch genügend andere Restaurants, in denen wir noch nicht waren und bis wir alle ausprobiert haben, werden noch einige Jahre ins Land gehen.

Nach einem schönen Freitagabend liegt nun ein schönes Wochenende vor mir und es steht einiges auf dem Terminplan. Darum höre ich jetzt gleich mal auf und wünsche euch ein supertolles Wochenende und hoffe, dass ihr auch mit euren Liebsten Traditionen pflegt und diese nicht einschlafen lasst.