Montag, 25. November 2013

Urlaub zu Hause ist eigentlich kein richtiger Urlaub

Kennt ihr das? Am Ende des Jahres ist überraschenderweise noch ziemlich viel Resturlaub da und den muss man nehmen, weil man keine Urlaubstage mit ins neue Jahr nehmen soll? Ich war doch recht überrascht, dass ich noch so viele Tage übrig habe. Immerhin waren wir im Frühsommer fast drei Wochen weg und dann hatte ich auch im August noch ein paar freie Tage. Wie dem auch sei, ich habe Urlaub. Zwei Wochen um genau zu sein. Die erste habe ich schon hinter mich gebracht und ich muss sagen, wegfahren wäre definitiv die bessere Wahl gewesen ... Aber leider haben mein Mann und ich uns dem gestellt, was wir uns schon seit einiger Zeit vorgenommen haben. Wir haben Wohnzimmer und Küche gestrichen, was nach acht Jahren dringend nötig war. Die ein oder andere Ecke war doch schon nicht mehr so schön anzusehen. Jetzt liegt noch eine weitere Woche Urlaub vor uns. Eigentlich hatten wir wegfahren wollen und ganz liebe Freunde besuchen wollen,  (An dieser Stelle eine dicke Umarmung an meine Nordlichter) doch dann habe ich mir unseren Keller angesehen und festgestellt, dass es so nicht weitergehen kann. Das ist nämlich das Problem, das man hat, wenn man Platz hat. Man stellt erst einmal alles in den Keller, weil es ist ja genug Platz da. Nur stellt man dann eines Tages fest, dass da kein Platz mehr ist und die Kisten sich bis unter die Decke stapeln. Alte Gartenmöbel, die nicht mehr gebraucht werden? Ach, die stehen doch gut da unten. Ihr versteht, was ich meine? Also wird das die Aufgabe für die nächsten Tage ... Am Freitag kommt der Sperrmüll und nimmt hoffentlich einen Großteil des Zeugs mit, dass sich so angesammelt hat.

Aber trotz allem genieße ich es ein paar Tage zu Hause zu sein. Nachdem ich meine fiese innere Uhr besiegt habe, werde ich jetzt morgens auch nicht mehr um sechs Uhr wach, sondern schlafe so richtig aus. Mein Mann und ich frühstücken in aller Ruhe und fangen den Tag in aller Ruhe an, bevor die Arbeit ruft. Zwischenzeitlich arbeite ich immer mal an Teil Drei, damit der auch in absehbarer Zeit fertig ist.

Und wenn ich ganz viel Glück habe, dann werden wir uns am Ende der Woche noch einen Wellnesstag gönnen und abends ins Kino gehen. Das ist dann wie richtiger Urlaub  :-)

Freitag, 8. November 2013

Warum tue ich mir das eigentlich an?

Warum bin ich eigentlich auf die Idee gekommen Zeitreiseromane zu schreiben? Konnte ich nicht ahnen, wie viel Arbeit die machen? Hätte ich nicht zum warm werden mit einem einfachen Liebesroman anfangen können, der in der Gegenwart spielt?

Es ist schon zeitaufwendig nur zu schreiben. Also versuche ich meinen Schreibstil zu verbessern, feile hier ein bisschen und dort wenig. Die Geschichte soll auch unterhaltsam sein, also überlege ich mir einen, hoffentlich, interessanten Plot. Aber musste ich dann wirklich auf etwas kommen, dass zum Teil in der Vergangenheit spielt?

Es gibt so viele Sachverhalte, Fakten etc. die ich prüfen muss, damit ich keine  reinen Fantasyromane schreibe. Meine Leser haben ein Anrecht auf korrekte Daten. Klar, dass ich dazu Geschichtsbücher wälze, Daten und Zusammenhänge herausschreibe. Der Sieg der Engländer gegen die Spanier 1588 kann man überall nachlesen, das ist nicht schwer herauszufinden. Aber wie war das noch mal mit dem elisabethanischen Theater und den Masken bzw. Schleier, die die Frauen der besseren Gesellschaft getragen haben? Bei meinen Recherchen über das Theater Shakespeares bin ich an einer Stelle darüber gestolpert und wusste sofort, dass ich das in mein Buch mit einbauen will. Doch nicht alles was man im Internet findet, ist immer richtig. Auch auf Wikipedia gibt es einige Artikel die falsche Informationen beinhalten. Also habe ich weitergesucht, bis ich endlich eine weitere Quelle gefunden hatte, die das mit den Schleiern und Masken bestätigte. Es sind diese Kleinigkeiten, die ich richtig bekommen möchte. Wenn ich mir mit etwas unsicher bin, prüfe ich es solange, bis ich weiß, dass ich keinen Blödsinn schreibe.

Die Idee dazu habe ich übrigens von "Wer wird Millionär" übernommen. Ich habe mal gelesen, dass diejenigen, die sich die Fragen ausdenken, die Antworten durch mindestens zwei Quellen, die nicht aufeinander verweisen, verifizieren.  Und genauso mache ich es auch.

Wenn ich bei meinen Recherchen nicht Bücher zu Rate ziehe, dann nutze ich sehr oft das Internet. Es ist unglaublich, was man dort alles finden kann. Gerade beim ersten Buch "Einsatzort Vergangenheit" waren die Quellen zum elisabethanischen Zeitalter immens. Die Zeit Shakespeares fasziniert noch heute viele Menschen und es gibt dutzende Seiten, die sich mit dieser Epoche befassen. Hier spielt es mir ein wenig in die Hände, dass ich sehr gut Englisch spreche, denn oftmals sind die Seiten auf Englisch. Aber wie sammele ich eigentlich all diese Informationen, die ich im Netz finde? Und wo schreibe ich meine Ideen auf, die ich so bekomme?

Die Antwort darauf lautet in OneNote. OneNote kommt aus dem Hause Microsoft und ist im Grunde genommen ein Notizbuch. Man kann dort verschiedene Abschnitte erstellen und diese haben einzelne Seiten, und selbst diese Seiten könnte man Unterseiten zuweisen. Aber man kann nicht nur ein Notizbuch erstellen, sondern unendlich viele. Ich habe für jedes Buch ein einzelnes Notizbuch und darin lege ich alles ab, was mit den Teilen zu tun hat. Der Plot wird dort festgehalten sowie alle Quellen, Links, Bücher, Bilder und was ich sonst noch so finde. Wenn ich etwas im Netz finde, dass ich nach OneNote übertragen möchte, kann ich das per copy & paste machen oder aber ich nutze die Funktion über das Druckmenü indem ich "Send to OneNote" auswähle. Wer ein Tablet-PC wie das Surface nutzt, kann sogar per Digitizer Stift handschriftliche Eingaben machen. Zeichnen, Kritzeln, Aufgaben erstellen, Termine, ich glaube, es gibt fast nichts, was dieses Programm nicht kann. 


Das Tolle an OneNote ist aber, dass man es unterwegs auch hervorragend nutzen kann. Ich habe auf meinem Handy und Tablet eine entsprechende App und wenn ich außer Haus bin und etwas sehe, von dem ich denke, dass ich es nutzen kann, mache ich ein Foto und lege es im entsprechenden Notizbuch ab. Die mobilen Varianten sind zwar ziemlich abgespeckte Versionen im Vergleich zum PC, aber für eine schnelle Notiz kann man sie durchaus nutzen. Ich arbeite täglich mit OneNote und nutze das Programm auch für viele andere Dinge. So habe ich mir zum Beispiel ein Kochbuch angelegt, in dem ich alle Rezepte sammele, die ich immer mal wieder gerne koche oder backe. Damit mein Mann auch darauf Zugriff darauf bekommt und seine Lieblingsrezepte eingeben kann, habe ich ihn für dieses Notizbuch freigeschaltet. Unsere gemeinsame Einkaufsliste haben wir auch dort untergebracht. Somit weiß jeder von uns, was noch fehlt und man kann es beim schnellen Sprung in den Supermarkt einfach mitnehmen. 

Es ist meiner Meinung nach das beste Programm im Officepaket und kaum einer kennt und nutzt es. Ich weiß, dass es auch noch Evernote gibt. Viele werden sagen, dass der Vorteil bei Evernote ist, dass es kostenlos ist. Ich will Evernote nicht schlecht reden, es ist bestimmt ein tolles Programm, aber ich bin nicht richtig warm damit geworden. Ich habe es versucht und festgestellt, dass ich mit OneNote besser zurecht komme. Wenn ich irgendwann einmal viel Zeit haben sollte, werde ich mich noch einmal mit Evernote auseinandersetzen, aber bis es soweit ist, ist OneNote meine Nummer 1. 


Wenn ich mir nun also viel Arbeit mit den Recherchearbeiten mache, dann sollte ich das auch mit einem Programm machen, dass mir vieles erleichtert.

Nur, damit wir uns nicht falsch verstehen, ich liebe es zu suchen und Fakten herauszufinden. Darum freue ich mich, dass ich bei jedem Band etwas Neues lernen kann und völlig in die mir fremden Zeiten eintauchen kann. Ich habe leider nicht Geschichte studiert und bereue es im Nachhinein etwas. Aber mit diesen Büchern habe ich die Möglichkeit eine Art Geschichtsstudium zu machen, mit dem Vorteil, dass ich mich auf die Zeiten konzentrieren kann, die mir liegen und über die ich noch mehr wissen möchte. Wenn es also nach den Epochen ginge über die ich noch mehr lernen möchte, müsste die Reihe noch viele Bände haben ...

Genau aus diesem Grund, weil ich Geschichte und nicht nur die Fakten, sondern alles drumherum so faszinierend finde, tue ich mir das Schreiben von Zeitreiseromanen an. Ich habe es nie anders gewollt und auch wenn ich manchmal verzweifle, weil es so viel zu recherchieren gibt, liebe ich es und würde es immer wieder tun. 

Sonntag, 3. November 2013

Suchtgefahr

Kennt ihr Pinterest? Sicherlich habt ihr das kleine geschwungene, weiße P auf rotem Hintergrund schon auf diversen Internetseiten entdeckt. Doch was hat es damit auf sich? Im Grunde genommen ist es eine übergroße Pinnwand, auf der man alle möglichen Bilder anheften kann, die man findet und die einem gefallen. Man kann verschiedene Pinnwände mit unterschiedlichen Themen erstellen. Ich habe mir unter anderem eine Pinnwand mit Büchern, die ich gelesen habe, erstellt sowie eine mit Bildern von Mainz.

Man kann aber auch, wie bei Twitter allen möglichen Pinnwänden folgen und das ist einfach gigantisch. Seiten denen man folgt, erscheinen auf der Startseite und man bekommt Bilder in Hülle und Fülle. Ich glaube, es gibt kein Thema dort, das es nicht gibt. Gerade für mich, die ich viel über historische Kostüme lernen möchte, gibt es unendlich viele Seiten. Die aller schönsten, originalgetreuen Kleider als auch echte Kostüme aus allen Epochen kann man dort bewundern. Aber auch Einrichtungen von Häusern zu den jeweiligen Epochen und und und. Ich kann mich gar nicht satt sehen an den vielen Bildern und bin begeistert, dass es so viele Menschen da draußen gibt, die sich für all diese Dinge interessieren und dies mit anderen teilen. 

Ich kann jedenfalls nicht aufhören mir die diversesten Pinnwände anzusehen und entdecke mit jedem neuen Suchwort neue faszinierende Seiten. Wer es noch nicht ausprobiert hat, sollte es sich unbedingt einmal anschauen, ich bin mir sicher, dass es für jeden etwas gibt, was es sich lohnt zu entdecken.