Mittwoch, 8. Januar 2014

Tätersuche - Leicht gemacht

Ich lese nicht nur gerne Krimis, ich schaue sie auch unheimlich gerne im Fernsehen. Der Tatort am Sonntag ist natürlich Pflichtprogramm. Über die Qualität der einzelnen Sendungen kann man natürlich diskutieren, aber das ist heute nicht das Thema. 

Es geht mir darum, dass die Drehbuchautoren beziehungsweise diejenigen fürs Casting zuständig sind nicht mehr kreativ sind. Wie ich darauf komme? Ich habe mir vor einiger Zeit ein Boxset der Krimiserie "Bones" gekauft und schaue mir die Folgen der Reihe nach an, wenn ich Sport mache. So kann es auch schon mal vorkommen, dass ich in der Woche mehr als eine Folge sehe. Irgendwann einmal machte es klick bei mir und ich kann seit einiger Zeit bei fast jeder amerikanischen oder deutschen Serie den Täter hervorsagen. 

Nein, ich bin nicht mit magischen Kräften ausgestattet. Ich bin nur einem Muster auf die Spur gekommen, das es mir leicht macht nach wenigen Minuten zu sagen, wer der Mörder ist. Probiert es selbst einmal aus und ihr werdet überrascht sein, wie zuverlässig es funktioniert. 

Es gibt zwei beziehungsweise drei Punkte, die immer auf den Täter hinweisen, ohne dass man das Motiv weiß:

1. Der Täter ist immer der bekannteste Schauspieler. Wenn zwei bekannte Schauspieler auftauchen wird es kritischer, aber es gibt ja noch 

2. Der Täter ist immer einer der ersten Figuren, die man sieht und die nicht zur Stammbesetzung gehört. Wenn das auch noch einer der bekannten Schauspieler ist, dann habt ihr zu fast 100% den Mörder. Besonders dann, wenn er zu den ersten Personen gehört, die auch noch zuerst befragt werden.

3. Der dritte Punkt wird nicht so oft angewandt, aber seitdem ich diese Vorgehensweise das erste Mal in einem Krimi von Elisabeth George gelesen habe, blieb das kein Einzelfall. In diesen Fällen ist die Person, die die Leiche findet der Täter. Das kommt nicht oft vor, aber wenn die Punkte eins und zwei versagen, dann sollte man sich diesen Punkt in Erinnerung rufen. 

Sicherlich sind nicht alle Krimis sind so, aber bei einem Großteil ist es wirklich der Fall. Eine Ausnahme stellen für mich unter anderem die Krimis aus England dar. Wer "Lewis" kennt, weiß, was ich meine. Meistens weiß ich am Ende noch nicht, wieso und weshalb der Mord geschehen ist :-) 

Das vermiest mir noch nicht einmal den ganzen Spaß, immerhin will ich doch wissen, was das Motiv war.

Wer das ganze einmal testen möchte, sollte sich auf ZDF am Samstag den Krimi aus der Reihe "Wilsberg" um 20.15 ansehen. Ich habe ihn heute Abend bereits auf Neo gesehen.Was soll ich sagen? Einer der oben beschriebenen Punkte trifft zu ... Welcher, das müsst ihr selbst herausfinden.