Freitag, 21. Februar 2014

Mein neuer täglicher Begleiter

Wie schon in einem der letzten Posts berichtet, fahre ich derzeit mit der Bahn zur Arbeit. Damit es mir dabei nicht zu langweilig wird, habe ich mir ein kleines 8-Zoll-Tablet zugelegt. Es hat genau die richtige Größe für die Handtasche, wiegt noch nicht mal 400 Gramm und ist hervorragend dazu geeignet, mir die Bahnfahrt zu verkürzen.

Dabei bin ich neue Wege gegangen und habe mich nicht für die Firma mit dem Apfel oder ein Tablet mit Android-Betriebssystem entschieden. Denn mir war eines klar, wenn ich mir so etwas zulege, dann brauche ich etwas, mit dem ich anständig arbeiten kann. Ich gehöre nicht zu den Leuten, die gut und schnell auf der Touchscreen Tastatur schreiben können, also wollte ich etwas mit Handschrifterkennung. Es gibt zwar einige Apps, die Handschriften erkennen können, aber sind nicht immer und überall einsetzbar. Lange Zeit habe ich mit einem Galaxy Note Tab geliebäugelt, aber für meine Zwecke war es nicht ganz perfekt.  Dann kam die Meldung, dass es Tablets geben wird, die mit Windows 8.1  und Office 2013 ausgestattet sind, und das zu sehr vernünftigen Preisen.

Ab diesem Zeitpunkt wusste ich: Genau so eins will ich. Es hat ziemlich lange gedauert, bis diese Geräte in Deutschland erhältlich waren, aber kurz vor Weihnachten war es dann soweit. Mein kleines Dell Venue 8 Pro war in der Post und ich konnte loslegen.

Was soll ich sagen? Ich bin hellauf begeistert. Ich kann das Gerät wie einen winzigen Laptop nutzen und alle Anwendungen, die auch auf meinem Laptop laufen, dort benutzen. Es ist kein Windows RT drauf, sondern eine vollständige Version, die es mir erlaubt, im Rahmen des Speicherplatzes, alles mögliche zu installieren. Aber das beste ist in meinen Augen die Handschrifterkennung. Denn statt des Touchscreens habe ich dort die Möglichkeit auf Handschrift umzuschalten. Mein Mann behauptet, dass es an meiner klaren Schrift läge, aber bisher hatte ich eine Trefferquote von 99%. Es gibt kein Wort, dass das System nicht erkennt und sei es noch so merkwürdig. So kann ich wesentlich schneller schreiben als mit der kleinen Screentastatur.

Wenn es nun auch noch einen Appstore gäbe, der dem von Apple oder Google nur annähernd nahe käme, wäre ich vollends zufrieden. Das ist einer der Schwachstellen von Windows. Es gibt nicht genug Apps und wenn, sind sie meistens nicht so gut, wie die ihrer Konkurrenzplattformen. Die Kindle-App ist im Vergleich zu den anderen Systemen eine Zumutung. Ich bin überzeugt davon, dass sich in den nächsten Monaten noch einiges tun wird und ich bin gespannt, wie es sich weiterentwickeln wird.

Aber auch so ist dieses kleine Gerät jeden Euro wert und es macht richtig Spaß damit zu arbeiten. Das Gerät ist zwar nicht 3G oder LTE fähig, aber sobald ich mein Handy in einen mobilen Hotspot umgewandelt habe, kann ich auch damit surfen, E-Mails abrufen und die Wettervorhersage prüfen. In meinen Augen ist es, das praktischste Gerät, dass sich unter meinen elektronischen Spielzeugen befindet.
Und so sieht es aus, wenn ich in der S-Bahn sitze und schreibe oder überarbeite.

Ich mag es gar nicht mehr hergeben und freue mich jeden Tag aufs Neue, wenn ich es benutzen kann.