Montag, 17. März 2014

Endlich geschafft!

Nach nur 20 Jahren und ungefähr vier Anläufen habe ich es endlich geschafft Pride und Prejudice zu lesen. Ich hatte über meine Schwierigkeiten mit dem Buch schon ein Mal in diesem Blog berichtet:
Geht es nur mir so? 

Irgendwann in den letzten Tagen hatte ich dann beschlossen, dass ich es nun doch endlich mal durchziehen müsste. Es konnte doch nicht mit rechten Dingen zugehen, dass ich die Miniserie von 1995 einfach fantastisch finde und das Buch extrem langweilig ist. Also habe ich meinen inneren Schweinehund besiegt und mir das Buch wieder vorgenommen.

Nun, was soll ich sagen? Es wird nicht mein Lieblingsbuch, so viel steht fest. Die Geschichte hat immer noch ihren Reiz und einige Abschnitte waren auch amüsant. Zwischenzeitlich jedoch war ich mir nicht sicher, ob ich Elizabeth Bennett überhaupt leiden kann. Außer ihrer Schwester und möglicherweise dem Vater gab es fast keine handelnde Person, die vor Elizabeths Augen Gnaden fand. Erst später waren es Mr. Darcy und seine Schwester, die gut genug für sie waren. Vielleicht hatte es ja auch mit der Entwicklung ihrer Person zu tun, dass sie den Menschen so kritisch gegenüber urteilte, aber ich bin mir nicht so sicher. Zumal ein großer Teil der Personen wirklich äußerst unsympathisch gezeichnet wurden. Was mich zu der Frage führte: Was für ein Mensch war Jane Austen überhaupt? Nehmen wir nur William Lukas zum Beispiel: Er wird als Langweiler und Schwätzer bezeichnet, Mr. Collins ist der Unsympath in Person, die Mutter ist peinlich. Nur die Gardiners kommen noch gut weg. Ist das die viel gelobte Spitzzüngigkeit und der feine Humor, der so gelobt wird? Ich weiß es nicht. Vielleicht fehlte mir auch der intellektuelle Zugang dazu und ich habe einfach alles falsch aufgefasst? Warum kommt das in den Filmen nicht so sehr rüber?

Fakt ist, dass ich es gelesen habe und mich vielleicht in den nächsten zwanzig Jahren mit "Emma" beschäftigen werde :-) Ein weiteres Werk von Jane Austen, dass ich bisher noch nicht gelesen habe. Northanger Abbey und Sinn und Sinnlichkeit habe ich tatsächlich schon gelesen und hat nicht so lange gedauert wie bei Stolz und Vorurteil. Das macht doch fast Hoffnung, dass ich dieses Buch schneller beenden kann.

Mit Jane Austen werde ich mich allerdings in den nächsten Wochen viel genauer beschäftigen und es wird vielleicht nicht nur wegen ihrer Bücher sein ...

Sonntag, 16. März 2014

Einmal Leipzig und zurück

Mann, war das ein Tag! Morgens um kurz nach fünf klingelte der Wecker. Im Grunde genommen war das keine ungewöhnliche Zeit für mich, denn viel später stehe ich die Woche über auch nicht auf. Aber ist es nicht merkwürdig, sobald man für etwas anderes früher aufstehen muss, als die Arbeit ist man morgens viel fitter und wacher? Mir geht es jedenfalls so.

Kaum eine Stunde später saß ich dann auch schon im Zug, der mich nach Frankfurt bringen sollte, wo mein Zug nach Leipzig auf mich wartete. Glücklicherweise handelte es sich auf dem Hin- und Rückweg um eine Direktverbindung, sodass ich keine größeren chaotischen Umsteigaktionen zu erwarten hatte. Ich muss sagen, dass ich, was Fahrten mit dem Zug angeht in letzter Zeit wirklich viel Glück habe und bisher keine Ausfälle oder Verzögerungen zu verzeichnen habe.

Je näher Leipzig rückte, umso aufgeregter wurde ich. Denn immerhin hatte ich dort eine Art Blind Date. Ich habe mich mit meiner Autorenfreundin Laura Newmann getroffen und wir kannten uns zwar bisher nur via Mailkontakt und nicht persönlich. Würden wir uns weiterhin sympathisch sein, wenn wir uns persönlich kennenlernten? Ich kann zwar nicht für Laura sprechen, aber ich hatte super viel Spaß mit ihr und ich freue mich darauf, wenn wir uns das nächste Mal wieder sehen.

Doch kaum auf dem Bahnhof angekommen und Laura getroffen, kam die erste richtige Herausforderung. Wo bitte war die City Line, die uns im Eiltempo zur Messe bringen sollte??? Wir haben wirklich den ganzen Bahnhof nach Hinweisschildern abgesucht, aber es war nichts zu machen. Also haben wir uns mit vielen anderen Menschen in die Straßenbahn gezwängt und sind in aller Ruhe zur Messe gezockelt.

Ich war schon einige Male auf der Frankfurter Buchmesse gewesen, die Leipziger war allerdings eine Premiere für mich. Sie ist zwar um einiges kleiner und nicht so überlaufen wie ihr Frankfurter Pendant, aber ich finde sie irgendwie charmanter.

Die große Eingangshalle der Messe

Leider setzte sich dort auch die Unübersichtlichkeit vom Bahnhof fort. Die Hinweisschilder waren teilweise schwer zu entdecken und die vielen Tablets, die zur Orientierung dienen sollten, waren immer von anderen Messebesuchern in Beschlag genommen. Auch wenn wir einige Male in die falsche Richtung gelaufen sind, sind wir am Ende immer doch da angekommen, wo wir wollten.

Unsere erste Anlaufstelle war natürlich die Verleihung des Indie Autoren Awards. Wir trafen erst kurz vor der Verleihung an und waren total erstaunt darüber, wie dicht das Gedränge vor Ort war. Erst beim zweiten Blick merkten wir, dass der Andrang Roger Willemsen galt, der dort vor der Preisverleihung sprach ... Kaum war er mit seiner Rede fertig, löste sich die Menschenmenge auf und wir konnten einen guten Platz für die Verleihung ergattern. Self-Publisher sind noch immer eine Randgruppe und werden häufig belächelt, aber ich glaube, in ein paar Jahren könnte es anders aussehen.

An dieser Stelle noch einmal meinen Glückwunsch, an die Preisträger. Ich mag vielleicht nicht all ihre Bücher gelesen haben, aber ihr stetiger Einsatz ist bewundernswert.

Die Preisträger der Kategorien Fiction und Non-Fiction

Zusammen haben Laura und ich dann den Rest der Messe erkundet und den ein oder anderen Self-Publisher-Autor und Buchblogger getroffen, mit denen wir uns natürlich auch ein wenig unterhalten haben und austauschten. Auch der Besuch des Stands von Papyrus Autor war ein tolles Erlebnis, nach nur wenigen Minuten dort, habe ich eine ganze Menge mehr über dieses Programm gelernt und freue mich darauf, es bei meinem nächsten Buch einsetzen zu können.

Leider raste die Zeit nur so dahin und ehe wir uns versahen, war es sechs Uhr und die Messe schloss für diesen Tag ihre Pforten. Dieses Mal hatten wir zwar die City-Line gefunden, aber nun kam kein Zug... So kehrten wir wieder um und fuhren mit der Straßenbahn in Richtung Hauptbahnhof. Wo ich alsbald meinen Zug Richtung Frankfurt bestieg und gegen elf Uhr abends ankam. Ein Bild darf ich euch nicht vorenthalten, denn siehe da, andere Messestädte können durchaus Hinweise geben, wie man zur Messe kommt, ohne, dass man den halben Bahnhof durchläuft.

Es geht doch! 

Was nehme ich von diesem Tag mit?


  1. Ich bin so froh, dass ich Laura Newman persönlich kennengelernt habe und freue mich sie als Freundin bezeichnen zu dürfen. @Laura: du verstehst, was ich meine ;-)
  2. Ich muss noch eine ganze Menge Zeit in Visitenkarten, Flyer etc. investieren. Aber der Besuch der Messe war so kurzfristig, dass mir ein wenig die Hände gebunden waren und ich nur semi-professionell an das Vorhaben rangehen konnte. 
  3. Der Austausch mit  anderen Autoren war der Hammer und ich wünschte, wir hätten mehr Zeit zur Verfügung gehabt. 
  4. Ich muss mich noch viel intensiver mit Papyrus Autor auseinandersetzen.
  5. Ich werde auch nach Frankfurt auf die Messe gehen und nächstes Jahr in Leipzig das ganze Wochenende buchen.
  6. Meine Füße tun noch heute weh:-) 




Donnerstag, 13. März 2014

Immer weiter, immer weiter

Wer glaubt, dass ich mich nach der Veröffentlichung von "Endstation Vergangenheit?" auf die faule Haut lege und mich ausruhe, dem sei gesagt, dass er oder sie sich irrt.

Oberste Priorität hat die Erstellung des Taschenbuchs, das habe ich leider bisher ein wenig vor mir hergeschoben. Wer aber einmal ein Buch bei Createspace eingestellt hat, weiß, dass das Ganze sehr aufwendig und nervenaufreibend ist. Die Datei hat man eigentlich recht schnell hochgeladen. Das Problem ist für mich die Erstellung des Covers. Ich bin keine Grafikerin und bin in diesem Fall komplett auf mich selbst und meine mageren Kenntnisse auf diesem Gebiet angewiesen. Irgendwie dauert es immer ewig, bis ich das alles so hinbekommen habe, wie Createspace es vorschreibt. Aber ich habe es schon zwei Mal geschafft, da werde ich es wohl auch noch ein drittes Mal hinbekommen. Ich bin da ziemlich zuversichtlich, dass ich das am Sonntag erledigen werde.

Und warum nicht am Samstag? Ich kann diese Frage förmlich hören. Nun, am Samstag werde ich mich zu nachtschlafender Zeit aufmachen und den Weg zum Bahnhof in Frankfurt antreten. Von dort aus fahre ich dann mit dem Zug nach Leipzig. Leipzig? Da war doch was? Richtig, Buchmesse:-) Ich werde dort nichts ausstellen, wie ich schon einige Male von meinen Kollegen angesprochen wurde. Ich fahre dorthin, weil Laura Newman mich überreden konnte, mich mit ihr dort zu treffen.  Wir werden uns auf alle Fälle die Verleihung des Indie-Awards von Neobooks ansehen. Vielleicht ergibt sich die Gelegenheit auch den ein oder anderen Autor persönlich kennenzulernen und so ein paar Kontakte zu knüpfen. Was das angeht, bin ich bisher immer etwas zurückhaltend gewesen, aber das soll sich nun ändern. Dass ich dafür erst nach Leipzig fahren muss, wo doch die Frankfurter Buchmesse fast vor meiner Haustüre stattfindet, steht auf einem anderen Blatt.

Doch damit nicht genug. Wer "Endstation Vergangenheit?" gelesen hat, wird feststellen, dass die Geschichte zwar keinen fiesen Cliffhanger hat, aber abgeschlossen ist die Story noch nicht. Es gibt immer noch eine Menge Fragen zu beantworten und die logische Schlussfolgerung daraus ist also, dass es noch einen vierten Teil geben wird. Derzeit bin ich dabei die ganzen Ideen zu sammeln, sie in eine logische Reihenfolge zu bringen, das nötige Material zusammenzutragen und und und. Darüber hinaus darf ich das natürlich das Schreiben nicht vergessen.

Ihr seht also, dass es mir unter keinen Umständen langweilig werden wird, zumal ich ja auch noch einen Vollzeitjob habe, den ich auch nicht vernachlässigen darf.

Ich freue mich erst einmal auf Samstag und was der Tag so bringt. Vielleicht trifft man sich ja dort?