Samstag, 20. September 2014

Wochenrückblick #2 und #3

Seit meinem letzten Wochenrückblick sind schon wieder zwei Wochen vergangen. Es ist unglaublich, wie die Zeit momentan rast und wenn ich nicht aufpasse, haben wir bald Weihnachten. 

Was ist in den letzten zwei Wochen passiert? 

Ich habe die 100.000 Wortgrenze des vierten Teils von "Einsatzort Vergangenheit" geknackt und befinde mich derzeit mitten im Finale. Auf der einen Seite bin ich wirklich froh darüber, dass es nach meiner Schreibblockade im Frühjahr nun so zügig vorangeht und das Ende in Reichweite ist, aber auf der anderen Seite bin ich auch traurig darüber. Denn wenn dieser Band zu Ende ist, ist auch die Geschichte von Laura und Phil zu Ende. Ich werde die beiden gehen lassen müssen und mich anderen Projekten widmen. Die beiden waren drei Jahre ein fester Bestandteil meines Lebens und haben mich ständig begleitet. Ich bin gespannt darauf, wie die Zeit danach wird. Verständlich, dass ich mich ein wenig vor dem Ende fürchte, oder?

Ein besonderes und auch unerwartetes Erlebnis hatte ich am Freitag vor einer Woche. Wie schon einmal berichtet, treffe ich mich freitags immer mit meinen Freunden zum Essen. Wir gehen jede Woche in ein anderes Restaurant und es geht einfach jeder mit, der Zeit und Lust hat. An diesem Freitag waren wir bei meinem Lieblingsthailänder in Mainz und wer Mainz kennt, weiß, dass die Parkgebühren in der Innenstadt nahezu jenseits von Gut und Böse sind. Außerdem möchte ich mich nicht den ganzen Abend an einem Wasserglas festhalten, sondern auch mal etwas trinken, das Alkohol enthält und daher fahren mein Mann und ich in der Regel mit dem Bus in die Stadt. So auch an diesem Freitagabend. Wir waren ungewöhnlich früh an diesem Abend mit dem Essen fertig und machten uns schon gegen neun wieder auf zur Bushaltestelle. Der Weg führt an einer der vielen Kirchen der Stadt vorbei und ich war überrascht zu sehen, dass durch die Fenster ein grüner Lichtschein nach draußen drang. Unsere Neugier war geweckt und wir gingen zur Kirche hin, um das genauer zu untersuchen. Des Rätsels Lösung war schnell gefunden: Es handelte sich um die Nacht der offenen Kirchen. Alle Kirchen hatten für die Nacht ihre Pforten geöffnet und die Menschen strömten aus allen Richtungen herbei, um ein Teil davon zu werden. Ich gebe zu, dass ich nicht religiös bin und mit der Institution Kirche, gerade der katholischen, nicht besonders viel anzufangen weiß. Die Möglichkeit die Kirchen mal aus einer anderen Sicht zu betrachten, wollte ich mir jedoch nicht entgehen lassen. Wir beschlossen also ein oder zwei Busse später zu fahren und uns die Kirchen in der näheren Umgebung anzusehen. Zwei Besuche fand ich besonders beeindruckend: Der Besuch im Mainzer Dom. Schon tagsüber sind die Lichtbedingungen im Dom eher dunkel, doch an diesem Abend waren alle Lichter aus und nur in einigen Ecken wiesen bunte Strahler auf einige Statuen hin. Der Rest des Doms lag in völliger Dunkelheit. Eine stille Prozession von Kirchenbesuchern ging mit hell erleuchteten Kerzen durch den Dom und der sanfte Schein der Kerzen war die einzige Lichtquelle abgesehen von den wenigen Strahlern. Die Stimmung, die dadurch produziert wurde, war einzigartig und hatte mich total fasziniert. So hatte ich den Dom noch nie gesehen. 
Das nächste Highlight lag genau auf der anderen Straßenseite des Doms. Gegenüber liegt die kleine Johanniskirche. Heute eine evangelische, früher jedoch eine katholische. Und was für eine! Bei Renovierungsarbeiten musste der Fußboden der Kirche entfernt werden und wie immer, wenn man in Mainz gräbt, findet man Zeugnisse alter Zeiten. Dieses Mal waren es  neben der römischen Überbleibsel, auch die Reste der ursprünglichen Kirchenmauern. Das ist insofern etwas Besonderes, da diese aus der Zeit der Merowinger stammen und die Johanniskirche somit zu einer der ältesten Kirchen Deutschlands gehört. Da die Baustelle ansonsten für die Öffentlichkeit gesperrt ist, konnte ich es mir diese einmalige Gelegenheit natürlich nicht entgehen lassen, immerhin werden die Reste in naher Zukunft wieder zugepflastert und man wird sie nie wieder zu Gesicht bekommen. 
Für mich war die Nacht der offenen Kirchen mein Highlight der letzten zwei Wochen und ein ganz besonderes Erlebnis. 

Ansonsten ist nicht besonders viel passiert. Keine Aufregungen, Katastrophen oder sonstiges. Nur der übliche Wahnsinn des Alltags. Kaputte Kühlschränke, defekte Wasserhähne, nicht funktionierende Computerprogramme auf der Arbeit. Wer kennt das nicht? 

Und jetzt wieder zu meinen Büchern der Woche. 
Ich lese! Zum einen habe ich den zweiten Teil von Melanie Metzenthins Sündenheilerin-Reihe gelesen. Es heißt "Die Reise der Sündenheilerin" und knüpft kurze Zeit nach dem Ende des ersten Bands an. Dieses Mal entführt uns die Autorin ins mittelalterliche Ägypten. Wie schon der erste Band, gefiel mir auch der zweite gut, auch wenn es dieses Mal doch etwas sehr mythisch wurde. Gut unterhalten wurde ich dennoch und ich bin mir sicher, dass ich auch den dritten Teil der Reihe noch lesen werde. 
Mein zweites Buch heißt "Opal Fire". Es ist der Auftakt einer Krimireihe, in der eine junge Reporterin im Mittelpunkt steht. Allerdings ist sie nicht nur Reporterin, sondern auch eine Hexe.  Ich bin kein Fan von Vampiren, aber Storys um Hexen finde ich gut. Darum habe ich bei diesem Buch zugeschlagen ... Nun, was soll ich sagen? Ich bin bei 50% des Buches und mehr verwirrt als begeistert. Zum einen fängt die Geschichte so an, als sei man im fünften Band der Reihe angekommen. Es tauchen der Reihe nach Charaktere auf, die man nicht kennt und die Autorin nimmt sich kaum die Mühe, sie vorzustellen. So habe ich es nun mit einer riesigen Anzahl an Personen zu tun und brauche ewig sie zu sortieren. Zum anderen ist bisher nicht viel magisches passiert. Mal eine Erwähnung hier, mal eine kleine Sache dort, aber das war es schon. Zumal die Protagonistin Stacy angeblich auch eine Hexe sein soll und es auch weiß.  Nun bisher lässt sie sich viel Zeit ihre Kräfte ans Licht zu bringen.Es ist also nicht wie bei Harry Potter, der zu Beginn des ersten Bandes feststellt, dass er ein Zauberer ist. Dennoch, langsam fängt es an interessant zu werden, was mit einem einfachen Brand anfing, entwickelt sich gerade zu einem Mordfall. Jetzt will ich natürlich wissen, ob der Täter gefunden wird (die Chancen stehen in einem Krimi eigentlich recht gut dafür) und ob Stacy ihre Kräfte doch noch einsetzt. 

So und das waren die letzten zwei Wochen im Schweinsgalopp :-) 

Euch allen eine schöne neue Woche!