Sonntag, 1. Februar 2015

Wochenrückblick #4

Was war letzte Woche los? Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber dieses graue, trübe Wetter zerrt doch irgendwie an meinen Nerven. Während ich täglich im Radio und Fernsehen höre und sehe, dass es im Rest von Deutschland bis zum Abwinken schneit, muss ich nur aus dem Fenster schauen, um festzustellen, dass es bei uns mal wieder nur regnet. Oder was noch schlimmer ist, Graupelschauer! Heute Nacht hat es zwar etwas geschneit, aber wie immer, ist die Hälfte schon getaut und von Winter Wunderland ist nur ein kümmerlicher Rest übrig. 

Ansonsten war die Woche recht arbeitsintensiv und damit meine ich meinen Hauptberuf und leider nicht das Schreiben, das kam diese Woche viel zu kurz. 
Ich hatte vor einiger Zeit  über mein Experiment mit dem Bahnfahren geschrieben. Nun, ich habe es diese Woche wiederholt und muss feststellen, dass bis auf die Tatsache, dass nun neue Züge auf der Strecke verkehren, der Rest schlechter geworden ist. Als ich dieses Experiment vor einem Jahr zum ersten Mal startete, sagte der Fahrplan etwas mehr als eine Stunde Fahrzeit voraus. Dass das nie stimmte, habe ich damals sehr schnell festgestellt, aber inzwischen haben sich die Fahrtzeiten, dank einer gesperrten Brücke und Fahrplanänderungen, extrem verschlechtert. Eine einfache Strecke braucht nun 90 Minuten (das entspricht 2 Minuten pro Kilometer), so viel Zeit habe ich in über zwei Jahren bisher erst drei Mal mit dem Auto gebraucht. Mit der Bahn habe ich das gleich zwei Mal an einem Tag geschafft! Klar kann ich in der Bahn lesen oder mich anderweitig beschäftigen, aber ich muss sagen, dass mir dazu die Ruhe fehlt. Ich habe Angst, mich in mein Buch zu vertiefen, da ich nicht in Gefahr laufen möchte, meine Haltestelle zu verpassen. Meine Mitfahrer tragen auch nicht zur Entspannung beim Lesen bei und kaum habe ich meinen Blick wieder auf mein Buch gesenkt, klingelt irgendwo ein Handy, mein Sitznachbar hustet und ich bin wieder abgelenkt. Kopfhörer helfen nur bedingt, weil ich dann  wieder nicht mitbekomme, an welcher Haltestelle ich mich befinde. (Es ist noch oder schon wieder dunkel, wenn ich fahre und da ist es nicht einfach die einzelnen Haltestellen zu unterscheiden) Es ist gut, dass ich die Möglichkeit habe bei Bedarf auf die Bahn auszuweichen, aber auf Dauer ist es doch nichts für mich und so pendele ich weiter mit dem Auto. 

Meine Korrektorin ist leider krank geworden und somit verschiebt sich die Veröffentlichung von »Einsatzort Vergangenheit - Für immer und immer« ein wenig nach hinten. Derzeit denke ich, dass es Anfang März werden wird. Selbstverständlich finde ich es schade, aber es ist nicht mehr zu ändern und an dieser Stelle noch mal gute Besserung an die liebe Anika. 

Mein Buch der Woche: Die Liebesbotin der Königin Ich habe es mir gekauft, bevor es Kindle Deal der Woche wurde, denn immerhin spielt es zur Tudorzeit und zu der habe ich bekanntermaßen eine gewisse Affinität. Ich habe diese Woche wenig Zeit zum Lesen gehabt und bisher nur ein Viertel geschafft. Ich weiß noch nicht, ob ich dieses Buch mag oder nicht. Die Geschichte ist eigentlich interessant, aber so richtig will der Funke noch nicht überspringen. Und dann ist da noch eine Sache, die mich auch schon bei meinem vorherigen Buch gestört hat. Inhaltliche Fehler! Ich bin Self-Publisher und kann nicht auf ein Heer von Lektoren, Korrektoren etc. zurückgreifen. Da ich mich auch zum Teil im Gebiet der historischen Romane bewege, glaube ich, dass meine Kritik gerechtfertigt ist. Es kann nicht sein, dass man in einem Buch, das angeblich 1533 spielt, etwas von Picknicks liest. Es gibt diesen Ausdruck einfach noch nicht. Ein Blick in Wikipedia hätte Abhilfe geschaffen und man hätte festgestellt, dass es Essen im Freien gab, aber nicht unter diesem Namen. Der Begriff Picknick tauchte im 17. Jahrhundert zum ersten Mal auf. In einem anderen Buch, das ich vor einiger Zeit gelesen habe, war die Rede von Pfeife und Tabak. Alles gut und schön, aber doch nicht in einer Zeit vor Entdeckung Amerikas. Es sind diese Kleinigkeiten, die mich stören. Kartoffelbrot in einer Zeit, in der die Kartoffel sich noch nicht einmal als Nahrungsmittel durchgesetzt hat? Warum bemerkt das ein Lektor nicht? Komischerweise wird einem Self-Publisher so etwas gleich aufs Butterbrot geschmiert, bei einem Verlagsbuch werden solche Fehler übersehen und bleiben unerwähnt. Hier wird leider immer noch mit zweierlei Maß gemessen.  Aber gut, ich werde das Buch weiterlesen und hoffe, dass ich es aus dem Kopf bekomme, dass Catherine Howards Körper mit 10 Jahren voll entwickelt ist und sie ihre Affäre mit ihrem Liebhaber beginnt. (Wikipedia nennt sie wenigstens mindestens 13, was unvorstellbar für mich ist, aber in jenen Zeiten nichts ungewöhnliches ist)