Sonntag, 22. Februar 2015

Wochenrückblick #6 und #7

Manchmal glaube ich, dass meine Tage schneller vorbei gehen, als die von anderen Menschen. Es kann doch nicht sein, dass die Zeit derart rast? Zumal ich einen Großteil der letzten Wochen gefühlt nur noch im Auto verbracht habe. 
Die letzten zwei Wochen waren für Pendler des Rhein-Main-Gebiets kein Spaß! Wer, wie ich in Frankfurt arbeitet, wird mitbekommen haben, dass ein Wasserrohrbruch in der Hanauer  Landstraße für völliges Chaos gesorgt hat. Autobahnzufahrten wurden gesperrt und Umleitungen eingerichtet. Es sei nur so viel gesagt, dass ich einige neue Wege zur Arbeit kennengelernt habe und LKW anscheinend ohne Blinker ausgeliefert werden. Als sei diese Sperrung nicht genug, hat die Schiersteiner Brücke in Mainz ebenfalls beschlossen, dass sie keine Lust mehr darauf hat, dass täglich bis zu 90.000 Fahrzeuge über sie rollen und senkte ihre Fahrbahn ab. Die Folge ist natürlich eine weitere Vollsperrung und ein noch viel größeres Verkehrschaos. Denn diese Fahrzeuge müssen selbstverständlich auf andere Wege ausweichen. Ich habe Kolleginnen die nun morgens um sechs Uhr losfahren, damit sie um halb acht in Frankfurt sind. Morgens bin ich nur wenig von dieser Sperrung betroffen, denn ich kann dort auffahren, wo sich ein Teil des Staus auflöst. Nur abends sieht es leider anders aus und ich brauche derzeit jeden Abend über eine Stunde um mit dem Auto nach Hause zu kommen. Die Bahn ist noch immer keine Alternative, denn der drohende Streik und die Tatsache, dass einer meiner Busse sich ebenfalls durch das Verkehrschaos kämpfen muss, spricht dagegen. Wenigstens bekomme ich so meine Hörbücher schneller durch, man muss das ganze immer positiv sehen. Außerdem ist das ganze endlich! Wenn alles gut geht, ist es Ende März vorbei und alles geht wieder seinen gewohnten Gang. 

Was gab es sonst noch so? Ein länger andauernder Stromausfall am Montagmorgen sorgte dafür, dass ich im Kerzenschein frühstücken durfte. Da ich wusste, dass es nicht für Tage sein konnte, fand ich die Situation recht entspannend. Doch wäre das ganze länger als die knapp 90 Minuten gegangen, wäre ich vielleicht unruhig geworden? Was ist mit den Sachen im Kühlschrank? Muss ich heute Abend am Gasgrill kochen? Die üblichen Sachen, über die man sich so seine Gedanken macht. Der Stromausfall hatte den ganzen Stadtteil erwischt und als ich das Haus verließ, um zur Arbeit zu gehen, durfte ich einen ziemlich seltenen Anblick erleben. Alles um mich herum war stockfinster, nur hin und wieder sah man hinter Fensterscheiben den Schein der Taschenlampen schwach aufleuchten. Wenn man in einem derart dicht besiedelten Gebiet wie ich wohnt, dann ist dieses Dunkle völlig ungewohnt. Für einen kurzen Augenblick konnte ich nachvollziehen, wie sich die Menschen zu früheren Zeiten gefühlt haben mussten, wenn sie durch die stockfinsteren Gassen der Städte gingen. Kein Wunder, dass sie oft schwer bewaffnet waren. Die Gefahr konnte überall lauern!

Und nun zum wohl wichtigsten Teil der letzten Wochen: "Einsatzort Vergangenheit - Für immer und immer" ist seit Dienstag aus dem Korrektorat zurück. Seitdem ist kein Abend vergangen, an dem ich nicht über dem Text gesessen und überarbeitet habe. Nachdem ich gestern den ganzen Tag damit verbracht habe, kann ich nun vermelden, dass die erste Überarbeitung abgeschlossen ist. Ich werde heute noch einmal darüber gehen und mich dann an die Formatierung machen. Wenn alles gut geht, geht das Manuskript noch heute an die Testlester raus. Und dann dauert es nicht mehr lange, bis ich veröffentlichen kann :-) 

Was wäre mein Wochenrückblick ohne mein Buch der Woche? Richtig, es würde etwas fehlen. Nachdem ich beim letzten Mal ein wenig enttäuscht von meiner Lektüre war, hatte ich angemerkt, dass ich als nächstes wohl einen Krimi lesen werde und genau das tue ich derzeit. The Sound of Broken Glass ist der 15. Band einer Krimireihe von Deborah Crombie. Ich mag Krimis, vor allen englische und diese Reihe hat es mir besonders angetan. Ich habe derzeit etwas mehr als 60% gelesen und frage mich noch immer, wie die vielen kleinen Puzzleteile zusammenpassen und wer am Ende der Täter ist. Ich habe langsam eine Ahnung, wie alles zusammenhängt, aber so ganz sicher bin ich mir nicht. Vielleicht ist das auch nur eine geschickte Fährte der Autorin. Ich möchte hier gar nicht zu sehr auf die Geschichte eingehen, sondern kann nur jedem, der auf der Suche nach guten englischen Krimis ist, die Reihe um Gemma Jones und Duncan Kincaid wärmstens empfehlen. Der erste Band heißt übrigens "Das Hotel im Moor". 

Ich wünsche allen einen schönen Sonntag und einen guten Start in die Woche!