Sonntag, 19. April 2015

Wochenrückblick #12

Ich weiß momentan wirklich nicht, wo die Zeit bleibt. Sie scheint zu rennen und am Ende eines Tages weiß ich eigentlich nicht, was ich getan habe.

Was gibt es zu berichten?

Der Frühling ist da! Ich wollte das nur noch mal erwähnt haben, nur für den Fall, dass es jemanden gibt, dem das noch nicht aufgefallen ist. Ich mag Frühling. Es ist für mich die schönste Jahreszeit, wenn Tag für Tag mehr Bäume und Sträucher beginnen in den unterschiedlichsten Farben zu blühen und die Natur zu einem bunten Erlebnis machen. Wenn es nach mir ginge, dann könnte es das ganze Jahr über so aussehen, wie jetzt. Es ist wirklich schade, dass die Blütentracht in wenigen Tagen Vergangenheit ist. Das milde Wetter sorgt dafür, dass man mit einem Mal einen ständigen Drang verspürt nach draußen zu gehen und etwas im Freien zu unternehmen. Selbst in der Mittagspause sitzen meine Kollegen und ich im Innenhof des Gebäudes, in dem unsere Firma untergebracht ist und genießen die Sonnenstrahlen. Wer sich fragt, warum wir nicht spazierengehen, dem sei gesagt, dass ich keinen Ort kenne, der weniger zum flanieren einlädt als die Hanauer Landstraße. Ringsherum nur Häuser, ohne ein bisschen grün, dazu untermalt vom Geräusch der Autos und Motorräder, die über die Straße flitzen. Nein, es gibt schönere Orte. Darum bleiben wir lieber faul im Hof sitzen und trinken unseren Kafffee dort.

Aber trotz des guten Wetters schreibe ich natürlich fleißig weiter. Allerdings befinde ich mich derzeit in einer Zwickmühle.
Ich hatte bereits berichtet, dass ich an einer modernen Liebesgeschichte mit dem Titel "Liebe - Klappe, die Zweite" arbeite, aber das es auch noch eine andere Geschichte gibt, an der ich schreibe. Es handelt sich dabei um eine Weihnachtsgeschichte, die mit märchenhaften Elementen verbunden ist. Und obwohl wir Frühling haben und die Temperaturen weit davon entfern sein sollten, so etwas wie Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen, habe ich mich in den letzten Tagen immer mehr zu dieser Geschichte hingezogen gefühlt.
Was also mache ich nun?  Ich tue etwas, von dem ich hoffe, dass ich es später einmal nicht bereuen werde. Ich schreibe an beiden Geschichten weiter. Ich habe keine Angst, dass ich die beiden Storys miteinander vermischen werde, dafür unterscheiden sich die beiden doch grundlegend. Ich habe noch nie zuvor an zwei Geschichten gleichzeitig geschrieben und muss mich erst einmal daran gewöhnen. Aber es gibt Tage, an denen ich merke, dass es wohl besser ist, wenn ich mich um die eine anstatt um die andere Geschichte kümmere. Interessanter wird es durch die Tatsache, dass eines der beiden Manuskripte dank Schneeflockenmethode bis ins kleinste Detail geplant ist. Das andere hat nur eine Rahmenhandlung und ein paar Eckpunkte, die passieren müssen. Es ist ein grobes Gerüst, das mir die Richtung vorgibt. Ich bin gespannt darauf, wie es sein wird mit diesen unterschiedlichen Herangehensweisen zu schreiben. Auf alle Fälle kann ich durch dieses Experiment nur lernen und herausfinden, welche Art des Schreibens besser zu mir passt.

Mein Buch der Woche: Und es ist ..... Trommelwirbel: Das Geheimnis von Digmore Park von Sophie Farago. Ich habe "The Book of Life" letzte Woche endlich beendet und mich dieser leichten Regencyromanze zugewandt. Ich mag Liebesromane und historische noch viel mehr. Ja, ich gebe es zu, ich lese diese Bücher und ich fühle mich dabei oftmals besser unterhalten, als bei sogenannter Literatur. Ich könnte darüber noch ewig weiterschreiben, aber das ist heute nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Noch kann ich gar nichts darüber sagen, denn ich habe erst wenige Seiten gelesen. Aber ich habe vor vielen Jahren einmal ein Buch von Sophie Farago gelesen und es gefiel mir außerordentlich gut, sodass ich mich beim Stolpern über diese Neuerscheinung wieder daran erinnert wurde.

Diese Woche möchte ich auch ein Hörbuch empfehlen, das mich durch die letzten Wochen gebracht hatte. Es ist die Jonah Reihe von Rebecca Gablé. Dabei handelt es sich um eine dreiteilige Hörspielreihe. Anfangs war ich skeptisch, ob ich überhaupt so etwas hören mag. Bisher habe ich immer nur Hörbücher mit einem einzigen Erzähler gehört, Hörspiele kannte ich nur aus meiner Kindheit. Ich muss sagen, ich bin begeistert und bin schon fast traurig, dass ich in den nächsten Tagen fertig damit sein werde. Die Autofahrten der letzten Wochen vergingen wie im Flug und ich war in den letzten Tagen fast traurig, dass ich abends nicht im Stau stand, um länger hören zu können. Wer historische Romane mag und nicht davor zurückschreckt, dass man sich auf fast 30 Stunden Hörbuch einlässt, sollte hier zugreifen. So lebendig habe ich noch kein Hörbuch erlebt. Ich bin fast am Überlegen, ob ich mir nicht auf die Hörspielfassung von "Die Säulen der Erde" zulegen soll, nachdem mir dieses Buch so gut gefallen hat.

Und das war es auch schon mit meinem Rückblick :-)