Freitag, 15. Mai 2015

Zurück zu alten Methoden mit neuen Geräten

Wer mich ein wenig näher kennt, weiß, dass ich ein kleiner Technikjunkie bin. Ich weiß, dass einige noch immer glauben, dass Frauen und Technik nichts miteinander am Hut habe, doch weit gefehlt. Ich kenne genügend Vertreterinnen meines Geschlechts deren Herz beim Gedanken dem nächstgelegenen Elektromarkt des Vertrauen einen Besuch abzustatten, höher schlägt, als bei dem Gedanken einen Schuhladen zu betreten. Wobei auch das durchaus seinen Reiz haben kann ;-)
Gut, ich gehöre nicht zu denen, die mit Begeisterung an alten Radiogeräten rumschrauben, und sie so wieder zum Laufen bringen. Dafür fehlt mir schlicht das Hintergrundwissen, und auch ein wenig das Interesse. Aber wenn es um neue Technik und Geräte gibt, dann bin ich diejenige, die laut "Hier" ruft. In unserem Freundeskreis geht schon der Witz um, dass man sich die IFA und Ähnliches sparen kann. Wenn man wissen möchte, was es Neues am Markt gibt, reicht es aus, uns einen Besuch abzustatten. Man sollte das vielleicht nicht allzu ernst nehmen, aber ein kleines Körnchen Wahrheit steckt schon darin.

Und doch gibt es manchmal Dinge, an denen Technik nicht immer das Maß aller Dinge ist. Notizen oder Ideen festzuhalten, um das Kind beim Namen zu nennen. Ich weiß, dass es hervorragende kleine Helferlein gibt, die das auf elektronischem Wege erledigen können. Ich liebe Microsofts OneNote und experimentiere hin und wieder mit Evernote, aber und eigentlich ist es ein großes ABER, nur solange ich an meinem Rechner sitze und mit Hilfe der Tastatur meine Gedanken aufschreiben kann. Die entsprechenden Tablet- oder Handyapps sind zwar ganz nett, solange man etwas nachschauen möchte, oder unterwegs ein Foto schießt, weil man etwas gesehen hat, an das man sich erinnern möchte. Versucht man allerdings damit einen etwas längeren Text festzuhalten, ist das für mich ein Krampf. Ich habe mir schon Geräte zugelegt, die mit Stylus und Handschrifterkennung arbeiten und ich nicht nur auf die kleinen Tastaturen der Geräte angewiesen bin, doch so ganz zufriedenstellend ist das ganze nicht. Diktieren ist leider auch nicht mein Fall und führt auch nicht immer zum gewünschten Ergebnis. Wenn es wirklich schnell gehen soll, ist die gute alte Handschrift doch das Beste. Es geht einfach unkompliziert und ist überall einsetzbar, vorausgesetzt, man führt einen Stift mit sich.

Nur, was mache ich mit dem Notizen, die ich geschrieben habe? Wie bekomme ich sie auf meinen Rechner, um weiter mit ihnen zu arbeiten. Die Variante die Notizbuchseiten abzufotografieren habe ich versucht und fand das Resultat nicht befriedigend. Es musste doch eine andere Möglichkeit geben, etwas aufs Papier zu bringen und es doch so speichern, dass man damit weiterarbeiten kann. Nach ein wenig Recherche im Internet wurde ich endlich fündig und die Antwort lautet: Livescribe. Hierbei handelt es sich um einen, zugegebenermaßen etwas unförmigen, Kugelschreiber, in dessen Inneren sich eine kleine Kamera versteckt. Während man also seine Notizen niederkritzelt, erfasst die Kamera das Geschriebene und speichert es. Später kann man sich per Bluetooth mit seinem Tablet oder Smartphone verbinden und dank der passenden App, wird das Geschriebene 1:1 dort angezeigt. Doch damit nicht genug: Man kann das Geschriebene in Text umwandeln lassen und nach Bedarf in Evernote oder OneNote exportieren, um es dort weiterzubearbeiten. Ich war erst skeptisch, ob das funktioniert und ob ich es für meine Zwecke überhaupt nutzen kann. Doch die Neugier siegte und ich musste dieses Teil einfach bestellen.

Was soll ich sagen? Ich bin begeistert! Es ist, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich notiere etwas und nach Übertrag kann ich es später weiter bearbeiten. Ich habe sogar schon kleinere Szenen meines Buchs so geschrieben. Das ist allerdings nicht ganz so einfach und bedarf noch etwas Übung, aber im Grunde genommen ist es die Lösung für mein "Problem".
Allerdings möchte ich nicht verschweigen, dass das ganze kein Schnäppchen ist und auch mit Folgekosten verbunden ist. (Ich habe darum auf neue Sommersachen verzichtet) Denn leider funktioniert der Stift nur mit dem passenden Papier der Firma Livescribe. Hübsche Notizbücher fallen somit leider aus, aber meiner Meinung nach kommt es auf den Inhalt  und nicht auf das Äußere an. Der Stift und das dazugehörige Notizbuch sind seit Neuestem ständige Begleiter in meiner Handtasche und ich stelle fest, dass ich viel häufiger Ideen festhalte, als vorher. Somit hat sich für mich der Kauf gelohnt und meine technikverliebte Seele ist auch glücklich!

Es gibt übrigens noch eine ältere Version des Stifts, die sich auch mit dem Rechner verbindet, denn das tut der mein Modell leider nicht. Ich war kurzfristig versucht, dieses Modell zu bestellen, aber die Kosten für diesen Stift lagen sogar noch etwas höher und wären, wenn man die Variante der Umwandlung von Schrift in Text möchte, noch mit dem Kauf eines weiteren Programms verbunden gewesen. Ich habe dann großzügig darauf verzichtet ...

Freitag, 8. Mai 2015

Bekenntnisse einer Serientäterin

Ich bin eine Wiederholungstäterin, jegliches Leugnen ist zwecklos. 

Serien, ob im Fernsehen oder als Buch werden oft und gerne von mir konsumiert. Castle, Dowton Abbey, Inspector Lewis oder Outlander, sind nur einige der Serien, die regelmäßig über meinen Bildschirm flackern. Von den Inspector Lynley Krimis besitze ich jeden einen einzelnen Band, ob als Taschenbuch, gebundenes Buch oder seit einigen Jahren als eBook ist dabei egal. Von Harry Potter besitze ich selbstverständlich auch alle Bände und nicht zu vergessen die Trotzkopf und Nesthäkchen Bücher aus meiner Kindheit. Ich mag Serien. Ich will sehen, wie die Figuren sich weiterentwickeln, welchen Weg sie einschlagen. Manchmal sind 300 bis 400 Seiten einfach nicht genug und ich will mehr. Ich will nicht für immer Abschied von lieb gewonnenen Charakteren nehmen, sondern wissen, was sie weiterhin erwartet. Jedes neue Buch mit bekannten Figuren ist wie ein Wiedersehen mit alten Freunden. Manchmal muss ich einen Augenblick überlegen, wenn ein wenig Zeit dazwischen lag, was vorher geschehen ist, doch das dauert meistens nicht lange. Dabei gehöre ich nicht zu den Menschen, die alles stehen und liegen lassen, wenn ihre Lieblingsserie läuft. Oft kaufe ich mir Serien erst Jahre nachdem sie ausgestrahlt wurden oder nehme sie auf und es kann dann einige Zeit ins Land gehen, bis ich dazu komme, mir das alles anzusehen. 

Es ist dieses Gefühl der Vertrautheit, dass man weiß, wen man mag und wen nicht. Oder aber auch die Tatsache, dass man sich in den Figuren getäuscht hat. Bis zum letzten Band von Harry Potter hat uns Joanne K. Rowling im Ungewissen gelassen, auf welcher Seite Snape steht. Glaubte man in dem einen Band, dass er auf der Seite der Guten steht, dachte man im nächsten Band vielleicht wieder etwas anderes. Einfach großartig! 

Mit "Einsatzort Vergangenheit" und allen nachfolgenden Bänden bin ich zur aktiven Serientäterin geworden. Es war immer klar, dass nicht nach einem Band Schluss sein konnte. Nachdem ich "Einsatzort Vergangenheit: Für immer und immer" beendet hatte, war ich traurig, dass es vorbei war. Laura, Phil, Richard und alle anderen waren mir ans Herz gewachsen.  Eigentlich war die Geschichte eigentlich auch erzählt. Aber heißt das, dass wirklich Schluss sein musste? Immerhin haben Laura und Phil bis heute keinen Walzer zusammengetanzt. Eine Tatsache, die den Auslöser zu einer neuen Idee gegeben hat und der Frage, was wäre wenn ... Und ehe ich mich versah, war eine neue Geschichte geboren. Sie war einfach da und entwickelte sich immer weiter, je mehr ich darüber nachdachte. Mit einem Mal war mir klar, dass "Einsatzort Vergangenheit: Für immer und immer" nicht der letzte Band der Reihe war. 

Die Reisen gehen weiter und ich bin so aufgeregt und freue mich darauf, wie wenn eine neue Staffel oder ein neues Buch nach einem Cliffhanger weitergeht. 
Alles ist so bekannt und vertraut und doch ist wieder etwas Neues dabei. 

Wie eingangs erwähnt: Ich bin eine Wiederholungstäterin ...