Samstag, 26. März 2016

Projektarbeit - Patchwork Part II

In einem meiner letzten Posts habe ich über meine Neuentdeckung "Patchwork-Autorenprogramm" berichtet und versprochen, dass ich zukünftig ein wenig mehr darüber berichte.
Warum ich es bisher nicht getan habe? Nun, zu erst einmal musste ich mich in das Programm einarbeiten, da es nicht unbedingt selbsterklärend ist. Doch mithilfe des beigefügten Handbuchs, das mit jedem Update verbessert und übersichtlicher wird und der Videos Youtube - Patchwork Autorenprogramm habe ich mich recht gut eingefunden.

Da ich zwischenzeitlich mit der Neufassung von "Einsatzort Vergangenheit" (Band 1) beschäftigt war und ich festgestellt habe, dass ein bestehendes Projekt dieser Größe und Umfang nicht unbedingt dafür geeignet ist, sich komplett  in das Programm einzufinden. Ich sage nicht, dass es nicht möglich ist, nur musste ich nach einiger Zeit feststellen, dass es für mich leider nicht funktionierte. Wobei ich in dieser Zeit einige Dinge zu schätzen gelernt habe, die ich bei anderen Programmen schwerlich vermisse, aber dazu später.

Nun ist die Neufassung von Band eins abgeschlossen und ich kann mich neuen Projekten widmen. Es handelt sich um das Buch "Eine tugendhafte Lady", das die Geschichte des Frauenhelds Jonathan Blake aus Band vier (Für immer und immer) erzählt.
In einem früheren Post hatte ich geschrieben, dass ich zukünftig wieder meine Bücher nach der Schneeflockenmethode planen werde, um nicht an einer Stelle festzustellen, dass die Geschichte nicht so funktioniert, wie ich es mir vorstelle und am Ende wieder gezwungen bin, umzuschreiben.
Umso größer war meine Freude als mit dem letzten Update von Patchwork eine genaue Anleitung gegeben wurde, wie man die Schneeflockenmethode in das Programm integriert. Bisher habe ich das nämlich über das von Randy Ingermanson (dem Erfinder der Methode) erstellte Programm getan. Das ist nicht verkehrt, aber es bedeutet natürlich wieder ein weiteres Programm. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Martin Danesch für die Integration der Schneeflocke :-) Ich bin begeistert.
Allerdings muss ich gestehen, dass ich das Buch dieses Mal ein wenig anders angefangen habe.
Auch wenn Patchwork und andere Programme die Möglichkeit bieten eine Mindmap zu erstellen, muss ich gestehen, dass es eine nette und unterstützende Idee ist, aber nicht im vollen Umfang einer Mindmap zu nutzen ist. Jedenfalls nicht für die Konzeptarbeit, die ich im Sinne hatte. Darum habe ich nach einem Mindmap Programm gesucht, dass auf allen Plattformen, die ich nutze verfügbar ist und über Cloudsynchronisation verfügbar ist. Fündig geworden bin ich bei SimpleMinds Mindmap. Es ist eines der wenigen Programme, die ich kenne und die einen finanziell nicht in den Ruin treiben, das genau das bietet, was ich gesucht habe: Einfaches Verschieben, Ändern, Anpassen an einen anderen Unterpunkt etc. Die Integration von Webseiten funktioniert hervorragend und ist eine Unterstützung zur Recherche.
Denn dieses Mal fing ich mit den Personen des Buches an. Wäre ich jemand, der mit Stift und Papier arbeitet, hätte ich vermutlich mit Dutzenden von Karteikarten gearbeitet, aber wer mich kennt, weiß, dass ich das gerne auf elektronischem Wege erledige. Bei der Menge an Personen, die in der Geschichte vorkommen werden und auch wenn sie nur eine kleine Rolle spielen, so ist das nur schwer in den von den Schreibprogrammen zur Verfügung gestellten Kreativboards oder Denkbrettern darzustellen.
Ich fing also mit den Personen an, in welcher Verbindung sie zueinander stehen, welche Motivationen sie für ihr Handeln haben und welche Auswirkungen das hat. Mit Hilfe dieser Mindmap war schon ein großer Schritt der Vorarbeit geleistet und die Geschichte entfaltet sich fast von alleine vor meinen Augen.
Was kommt jetzt? Nun jetzt fange ich damit an, die Figuren in Patchwork zu übertragen, damit ich mir während des Schreibens nicht ständig die Frage stellen muss, wie heißt der Cousin Catherines noch einmal? Oder wie sehen Jonathans Schwestern aus? Denn das ist eines der schönen Sachen an diesem Programm. In der Mitte des Fensters schreibt man, während der linke und rechte Teil einem zur Unterstützung in Sachen Recherche, Figuren, Requisite etc. dienen. So kann ich alle Figuren einblenden, während ich schreibe und diese nie aus den Augen verlieren. Dabei handelt es sich hierbei nur um einen kleinen Teil der Figurendatenbank, der einem einen kurzen Überblick über die Figuren gibt. Im Hintergrund kann und sollte man, zumindest für die wichtigsten Figuren, Datenblätter anlegen und sich mit seinen Charakteren vertraut machen. (Schneeflocke lässt grüßen)
Ich denke, dass ich heute  einige Zeit damit beschäftigt sein werde, bis alle Figuren übertragen sind. Danach kommt die Ausarbeitung des Plots via Schneeflockenmethode, die ich übrigens über das integrierte Kreatviboard vornehmen werde. Denn und das hat mir bisher in anderen Programmen gefehlt, wenn ich einmal alles in alle einzelnen Szenen heruntergebrochen habe, kann ich mit einem Mausklick eine Szene erstellen und habe an der rechten Seite meine Zusammenfassung dessen, was in dieser Szene passieren soll. Selbstverständlich geht das auch ohne nach der Schneeflockenmethode zu arbeiten und ich finde dies einen großen Pluspunkt des Programms. Ich mag es gerne simpel und wenn man erst einmal weiß, wie man es anstellt, ist Patchwork ein sehr mächtiges Tool, das einem beim Schreiben tatkräftigt unterstützen kann.
Es ist mehr als ein Schreibprogramm, denn wenn ich nur das wollte könnte ich einfach mit Word weiterschreiben. Aber da ich Recherche, Figuren, etc. darin unterbringen will, ist Patchwork das Programm meiner Wahl.

Demnächst gibt es bestimmt wieder einen Bericht von mir, wenn ich mich wieder tiefer in die Materie eingearbeitet habe und das Programm noch besser verstehe. Derzeit fühle ich mich noch wie ein Grundschüler, der noch viel lernen kann :-)

Freitag, 25. März 2016

Leipziger Buchmesse 2016 - Ein kleiner Rückblick

Bald eine Woche ist es her, dass ich von der Leipziger Buchmesse zurück bin und noch immer bin ich dabei die gesammelten Eindrücke zu verarbeiten. Es waren wunderschöne Tage und ich weiß jetzt schon, dass ich 2017 wieder dorthin fahren werde, denn die Leipziger Buchmesse ist um einiges schöner als die Frankfurter.  

Zugfahrten fördern die Kreativität 
Mit Laura Newman
Woran liegt es? Mhm, zum einen daran, dass es in der ganzen Innenstadt an den Abenden der Messe überall Lesungen gibt. Ich selbst war bei zwei Lesungen, einmal bei Claudia Winter, die aus ihrem wundervollen Roman "Aprikosenküsse" gelesen hat. Ein Buch, das ich im letzten Jahr gelesen habe und es so toll fand, dass ich es eigentlich jedem in meinem Freundeskreis empfohlen habe. Seit der Frankfurter Buchmesse kenne ich Claudia auch persönlich. sie ist eine so liebe und sympathische Person, dass ich sie gleich in mein Herz geschlossen habe. Wer das Buch noch nicht kennt und gerne unterhaltsame, kluge Liebesromane liest, der sollte das schnellstens nachholen. 
Mit Emma Wagner
Ein kleines Highlight, neben der Lesung, war die Tatsache, dass ich mich kurz mit Lucinda Riley unterhalten durfte, die ebenso von Claudias Buch begeistert ist wie ich und die Lesung an diesem Abend eingeleitet hat. 
Die andere Lesung war die Häppchenlesung der Indie-Autoren, bei der Marah Woolf, Poppy J. Anderson, Hannah Siebern, Eileen Janket, Miranda J. Fox, Anna Winter und meine liebe Freundin Laura Newman kurze Ausschnitte aus ihren aktuellen oder bald erscheinenden Romanen vorgelesen haben. Es war ein sehr vergnüglicher Abend, was nicht zuletzt an unserer Begleitung, der unvergleichlichen und süßen Jil Aimée und ihrem Mann gelegen hat. Ich hoffe, dass wir das in Frankfurt wiederholen können :-)  

Mit Mila Summers
Messehalle 
Die Tage waren mit Stadtbesichtigung und Messebesuchen gefüllt, wobei mir meine Erkältung fast einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte, sodass ich den Messesamstag mehr oder weniger nur widerwillig hinter mich gebracht habe. Meine Füße taten weh und meine Nase lief noch immer. Ich war absolut erschlagen, sodass ich tatsächlich um neun Uhr abends im Bett lag und fast zehn Stunden geschlafen habe. Doch ich habe so viele nette Menschen in diesen Tagen getroffen, Autoren wie Leser, dass es das alles wert war. In Leipzig hat man im Gegensatz zu Frankurt auch mal die Gelegenheit sich in einer halbwegs ruhige Ecke zu verziehen, einen Kaffee zu trinken und abschalten. In Frankfurt ist das eher schwierig, vor allem, wenn man sich mit jemandem treffen will.  
Leider habe ich keine Bilder der unzähligen Cosplayer, die mit ihren phantasievollen Kostümen der Messe einen bunten Anstrich geben. Aber ich glaube, dieses Gewusel, die vielen Stimmen und die Atmosphäre kann kaum ein Bild wiedergeben. Es war ein Fest für die Augen und ich bin immer wieder beeindruckt, wie viel Arbeit und wie viel Liebe zum Detail die Cosplayer in ihre Outfits stecken. 

Stadtbesichtigung
Leipzig 1822
Da ich nie zuvor länger als einen Tag in Leipzig war, stand dieses Mal auch eine Stadtbesichtigung auf dem Programm und ich muss sagen, dass es sich wirklich gelohnt hat. Unser Hotel lag sehr zentral und in wenigen Minuten hatten wir zu Fuß eine Vielzahl der Sehenswürdigkeiten erreicht. Besonders gut gefallen hat mir, wer hätte es gedacht ;-), das Museum für Stadtgeschichte. Ich liebe es mir alte Stadtansichten anzusehen oder noch besser Modelle einer alten Stadt. Ich hätte mir stundenlang das Leipzig des Jahres 1822  und die Vergleiche zur heutigen Zeit ansehen können. Auch die musikalische Bedeutung der Stadt war mir nach dem Besuch des Museums um einiges bewusster, dass Bach Kantor der Thomaskirche war, gehört fast zur Allgemeinbildung, aber dass doch so viele bekannte Komponisten in Verbindung zu dieser Stadt stehen, war mir bisher nicht bekannt.
Auch  der Besuch der Zweigestelle des Hauses für Geschichte war lohnenswert und ich habe einiges über die Zeit in der ehemaligen DDR gelernt, das mir zwar irgendwie bekannt war, aber doch nicht so präsent.
Sonntagsfrühstück
Das Highlight des Sonntags war unser Frühstück, das wir mit einem kleinen Glas Sekt eingeläutet haben, bevor wir unsere Koffer gepackt haben und den Weg zum Bahnhof angetreten haben.
Ich war fast ein wenig traurig wieder abzureisen, aber ich weiß ja, dass ich im nächsten Jahr wieder dabei sein werde und freue mich schon jetzt darauf :-)