Freitag, 25. März 2016

Leipziger Buchmesse 2016 - Ein kleiner Rückblick

Bald eine Woche ist es her, dass ich von der Leipziger Buchmesse zurück bin und noch immer bin ich dabei die gesammelten Eindrücke zu verarbeiten. Es waren wunderschöne Tage und ich weiß jetzt schon, dass ich 2017 wieder dorthin fahren werde, denn die Leipziger Buchmesse ist um einiges schöner als die Frankfurter.  

Zugfahrten fördern die Kreativität 
Mit Laura Newman
Woran liegt es? Mhm, zum einen daran, dass es in der ganzen Innenstadt an den Abenden der Messe überall Lesungen gibt. Ich selbst war bei zwei Lesungen, einmal bei Claudia Winter, die aus ihrem wundervollen Roman "Aprikosenküsse" gelesen hat. Ein Buch, das ich im letzten Jahr gelesen habe und es so toll fand, dass ich es eigentlich jedem in meinem Freundeskreis empfohlen habe. Seit der Frankfurter Buchmesse kenne ich Claudia auch persönlich. sie ist eine so liebe und sympathische Person, dass ich sie gleich in mein Herz geschlossen habe. Wer das Buch noch nicht kennt und gerne unterhaltsame, kluge Liebesromane liest, der sollte das schnellstens nachholen. 
Mit Emma Wagner
Ein kleines Highlight, neben der Lesung, war die Tatsache, dass ich mich kurz mit Lucinda Riley unterhalten durfte, die ebenso von Claudias Buch begeistert ist wie ich und die Lesung an diesem Abend eingeleitet hat. 
Die andere Lesung war die Häppchenlesung der Indie-Autoren, bei der Marah Woolf, Poppy J. Anderson, Hannah Siebern, Eileen Janket, Miranda J. Fox, Anna Winter und meine liebe Freundin Laura Newman kurze Ausschnitte aus ihren aktuellen oder bald erscheinenden Romanen vorgelesen haben. Es war ein sehr vergnüglicher Abend, was nicht zuletzt an unserer Begleitung, der unvergleichlichen und süßen Jil Aimée und ihrem Mann gelegen hat. Ich hoffe, dass wir das in Frankfurt wiederholen können :-)  

Mit Mila Summers
Messehalle 
Die Tage waren mit Stadtbesichtigung und Messebesuchen gefüllt, wobei mir meine Erkältung fast einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte, sodass ich den Messesamstag mehr oder weniger nur widerwillig hinter mich gebracht habe. Meine Füße taten weh und meine Nase lief noch immer. Ich war absolut erschlagen, sodass ich tatsächlich um neun Uhr abends im Bett lag und fast zehn Stunden geschlafen habe. Doch ich habe so viele nette Menschen in diesen Tagen getroffen, Autoren wie Leser, dass es das alles wert war. In Leipzig hat man im Gegensatz zu Frankurt auch mal die Gelegenheit sich in einer halbwegs ruhige Ecke zu verziehen, einen Kaffee zu trinken und abschalten. In Frankfurt ist das eher schwierig, vor allem, wenn man sich mit jemandem treffen will.  
Leider habe ich keine Bilder der unzähligen Cosplayer, die mit ihren phantasievollen Kostümen der Messe einen bunten Anstrich geben. Aber ich glaube, dieses Gewusel, die vielen Stimmen und die Atmosphäre kann kaum ein Bild wiedergeben. Es war ein Fest für die Augen und ich bin immer wieder beeindruckt, wie viel Arbeit und wie viel Liebe zum Detail die Cosplayer in ihre Outfits stecken. 

Stadtbesichtigung
Leipzig 1822
Da ich nie zuvor länger als einen Tag in Leipzig war, stand dieses Mal auch eine Stadtbesichtigung auf dem Programm und ich muss sagen, dass es sich wirklich gelohnt hat. Unser Hotel lag sehr zentral und in wenigen Minuten hatten wir zu Fuß eine Vielzahl der Sehenswürdigkeiten erreicht. Besonders gut gefallen hat mir, wer hätte es gedacht ;-), das Museum für Stadtgeschichte. Ich liebe es mir alte Stadtansichten anzusehen oder noch besser Modelle einer alten Stadt. Ich hätte mir stundenlang das Leipzig des Jahres 1822  und die Vergleiche zur heutigen Zeit ansehen können. Auch die musikalische Bedeutung der Stadt war mir nach dem Besuch des Museums um einiges bewusster, dass Bach Kantor der Thomaskirche war, gehört fast zur Allgemeinbildung, aber dass doch so viele bekannte Komponisten in Verbindung zu dieser Stadt stehen, war mir bisher nicht bekannt.
Auch  der Besuch der Zweigestelle des Hauses für Geschichte war lohnenswert und ich habe einiges über die Zeit in der ehemaligen DDR gelernt, das mir zwar irgendwie bekannt war, aber doch nicht so präsent.
Sonntagsfrühstück
Das Highlight des Sonntags war unser Frühstück, das wir mit einem kleinen Glas Sekt eingeläutet haben, bevor wir unsere Koffer gepackt haben und den Weg zum Bahnhof angetreten haben.
Ich war fast ein wenig traurig wieder abzureisen, aber ich weiß ja, dass ich im nächsten Jahr wieder dabei sein werde und freue mich schon jetzt darauf :-)