Montag, 5. September 2016

Schreibklausur - Oder zehn Tage Wahnsinn - Teil 2

Die Hälfte meiner sogenannten Schreibklausur ist um und ich gehe voll darin auf. Ist es eigentlich noch eine wirkliche Klausur oder einfach eine kleine Schreibzeit? Mhm, seht selbst ...

Tag 6:
Ich will länger schlafen, doch der Wecker klingelt unerbittlich um halb sieben. Was meckere ich eigentlich? Ich darf eine Stunde später aufstehen als sonst. Aber heute will ich länger im Bett bleiben. Ich habe Urlaub! Aber mein Mann nicht und der muss irgendwann im Büro auftauchen. Da ich nicht zu den Menschen gehöre, die einfach weiterschlafen können, wenn der Wecker des anderen klingelt, stehe ich natürlich auch auf. Ein Blick auf meinen Fitnesstracker sagt mir, dass ich letzte Nacht sieben Stunden geschlafen habe. Sieben Stunden? Wann habe ich das letzte Mal gehabt? In den letzten Monaten kaum. Ich kann mich kaum daran erinnern, dass ich überhaupt mal mehr als fünf oder sechs Stunden geschlafen habe. Ich bin am Ende und merke, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Urlaub, um zu arbeiten. Ich bin entspannter und habe so viel mehr geschafft als sonst neben der Arbeit.
Ja, ich habe es geschafft und bin fertig mit der Überarbeitung von "Eine tugendhafte Lady". Ich habe regelrecht gekeult und nicht mehr rechts oder links geschaut. Am Ende weiß ich nicht mehr wie ich heiße, aber irgendwie bin ich total geflashed, dass ich fertig bin. Dafür ich der Sport heute ausgefallen ... Ich schiebe es auf die Überarbeitung.
Ach so, wir haben noch immer Sommer und auf der Terrasse kann es ganz schön heiß werden, trotz Markise.

Tag 7:
Hilfe, was mache ich heute nur? Die Überarbeitungen meiner Weihnachtsgeschichte und "Eine tugendhafte Lady" sind abgeschlossen und ich habe noch immer frei ...
Wie heißt es so schön? Nach dem Buch ist vor dem Buch. Es ist ja nicht so, dass ich aufhören will zu schreiben. Nein, gewiss nicht. Ich habe so viele Ideen in meiner Schublade, dass ich eigentlich gar nicht weiß, was ich zuerst machen soll. Oder eigentlich doch. Schon im letzten Herbst habe ich bei der Überarbeitung von "Mission Glasschuh" diesen Eureka-Moment gehabt und die Idee zu Band 6 - "Unschuldig" war geboren. Ich wusste ziemlich schnell wohin es gehen und was geschehen soll.
Die Frage, was ich heute mache, ist damit beantwortet. Ich starte ein neues Patchwork Projekt und starre erst einmal auf den Bildschirm. Wie war das? Ich wollte nach Schneeflocken-Methode schreiben?
Klassische Recherche - Mit Büchern
Bis Satz vier der ersten Ebene bin ich gekommen und dann hakt es. Hallo? Es hakt? Was kann daran so schwer sein, fünf Sätze, die in groben Zügen den Plot zusammenfassen zu schreiben. Wie ich feststelle, schwerer als gedacht. Denn was passiert in Akt 5? Reicht es, wenn ich schreibe, das Finale? Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das wirklich aussagekräftig ist. Mit ein paar mehr Worten steht nun der fünfte Satz fest. (Nein, ich werde nicht verraten, was da steht und das Ende der Geschichte verraten)
Bevor ich anfange ins Detail zu plotten, beschließe ich, ein paar der Rechercheelemente, die ich in den letzten Monaten gesammelt habe, nach Patchwork zu übertragen. Leider, leider ist das mühseliger als gedacht und ich muss fast alle Bilder aus den Onlineartikeln manuell übertragen. Das ist nicht im Sinne des Erfinders und ich weiß nicht, ob ich die Recherche wirklich weiter über Patchwork nutzen will. Aber das muss ich nicht heute entscheiden.
Während der Recherche entdeckte ich einen Namen, den man sich merken muss und ich weiß, dass er eine Rolle spielen wird. So langsam nimmt die Story ihre Form an und ich bin aufgeregt wie immer beim Beginn eines neuen Projekts.
Am Abend habe ich die Macht über den Fernseher, sprich mein Mann ist nicht da. Ich beschließe, dass es der ideale Zeitpunkt ist, um einen kleinen Outlander Marathon einzulegen. Die Arbeiten am Manuskript haben es mir nicht erlaubt, so nebenbei mal eine Folge zu schauen, zumal mein Göttergatte kein Fan der Serie ist und ich meistens nur schauen kann, wenn ich alleine bin. Drei Stunden später bin ich fast am Ende der Staffel zwei angekommen. Nur noch zwei Folgen fehlen.
Ich muss nicht erwähnen, dass der Nachbar wieder pünktlich anfängt zu grillen ...


Tag 8:
Damit ich nicht zur Eremitin verkomme, verordne ich mir ein Frühstück mit meiner besten Freundin. Natürlich ist es mit einem Frühstück nicht getan und wir bummeln noch eine Weile durch Wiesbaden. Wie immer, wenn ich mit ihr unterwegs bin, wird es teuer. Kann mir jemand erklären, was es damit auf sich hat, dass man in Gesellschaft von anderen mehr Geld ausgibt, als wenn man alleine ist?
Am Nachmittag setze ich mich bei bestem Wetter auf die Terrasse und grüble. Ich weiß, worum es in Band sechs gehen wird und ich weiß eigentlich auch, wie was passieren soll. Nur ein Problem habe ich, mir fehlt ein wichtiges Puzzleteil. Solange ich das nicht gefunden habe, kann ich eigentlich vergessen meine Geschichte genau zu planen. Denn es ist das Grundelement und solange das nicht zu 100 % steht, ist alles andere nur Spielerei. Ich werfe also das Schreibprogramm an und denke mir, versuch doch einfach mal das Mindmappen. Ich fange also mit einem Begriff an und schaue, wo es mich hinführt. Es dauert nur wenige Begriffe und der Rest fügt sich von selbst ein. Ich bin aufgeregt, ja, das kann funktionieren. Jetzt muss ich das Ganze nur noch ausarbeiten und in die Geschichte einarbeiten, sodass es rund wird.
Der Nachbar grillt natürlich wieder, aber dieses Mal schmeißt er den Grill noch später an und um viertel vor elf wabert der mir mittlerweile vertraute Geruch zu uns herüber.

Tag 9:


Es ist Samstag und ich habe beschlossen, dass wir Wochenende haben. Mit allem drum und dran. Ich will nicht den ganzen Tag am Rechner sitzen und schreiben, recherchieren oder sonstwas tun. Mein Mann und ich machen uns auf nach Rüsselsheim, wo an diesem Wochenende die Mainland-Games stattfinden. Es sind die größten Highland Games außerhalb Schottlands und da sie nur wenige Kilometer von uns entfernt stattfinden, nutzen wir die Gelegenheit, um es uns anzusehen. Es ist heiß (Überraschung, was ;-)) und wir brauchen ewig, bis wir einen Parkplatz finden. Die Games finden am Mainufer statt und ich bin überrascht, wie viele Menschen teilnehmen. Nicht als Zuschauer, sondern als Teams. Während im Hintergrund das Orchester Dudelsackmusik zum Besten gibt, schlendern wir zu den einzelnen Wettbewerben. Baumstammwerfen oder Gewichthochwerfen sind nur ein paar der Disziplinen, in denen gegeneinander angetreten wird. Für einen kleinen Moment glaube ich, wieder in Schottland zu sein. Wobei es dort doch noch ein paar andere Wettbewerbe gab und es noch ein bisschen größer war als in Rüsselsheim. So ganz ohne Hintergedanken bin ich nicht dorthin gegangen. In meinem Kopf hat sich die Idee zu einer modernen Highland-Reihe festgesetzt, die ich im nächsten Jahr schreiben will. Die Highland-Games sollen darin eine kleine Rolle spielen und wer mich kennt, weiß, dass ich gerne recherchiere ... Also doch irgendwie Arbeit :-) Wir verlassen nach ein paar Stunden das Festgelände wieder, da wir an dem Tag noch einiges zu erledigen haben und abends mit Freunden verabredet sind.
So bekomme ich gar nicht mit, wann der Nachbar grillt. Schade aber auch ...

Tag 10:
Sonntag, ja ich weiß, eigentlich wollte ich ja schreiben oder besser gesagt recherchieren. Zählt der Ausflug auf die Marksburg als Recherchereise? An diesem Tag haben sich ein paar engagierte Mitglieder der Deutschen Burgenvereinigung e.V. historische Kostüme angelegt und stehen den Fragen der Besucher Rede und Antwort zum Leben im Spätmittelalter. Es war ganz gut gemacht, wobei mir persönlich ein wenig etwas gefehlt hat. So gab es zum Beispiel keine Musik oder es wurde keinen Mahlzeiten aufgetischt, die man hätte beobachten können. Es war schön zu sehen, wie im großen Kamin gekocht wurde, wie man geschossen hat, wie gerechnet wurde oder wie man gesponnen hat, aber diese Kleinigkeiten hätten das Erlebnis noch runder gemacht. Trotzdem war es ein schöner Ausflug, von dem ich ohne eine neue Idee zu einem Buch nach Hause gekommen bin. Zum Glück muss ich sagen, denn die Liste der Bücher, die ich noch schreiben will, ist lang.
Zuhause wird dann wieder ein wenig an Band 6 gearbeitet, ich recherchiere und plane. Ich tauche ein in die Welt des 19. Jahrhunderts und stelle fest, dass ich vielleicht doch mal wieder nach New York möchte. Vielleicht im nächsten Jahr ...
Mein Mitbringsel von der Burg- Kitschig, aber schön :-D
Was den Nachbarn angeht, so hat er an diesem Abend keine Lust zu grillen, denn es ist kalt geworden und hat den ganzen Tag geregnet. Irgendwie vermisse ich etwas :-D




Tag 11:
Huch, hieß es nicht, dass ich 10 Tage hatte? Dann ist dieser Montag also mein Bonustag und ich muss erst morgen wieder arbeiten gehen. Ich schicke meine Weihnachtsgeschichte an meine Korrektorin und bereite auch die Datei für "Die tugendhafte Lady" so weit vor, dass ich sie in den nächsten Tagen hinterher senden kann. Ein paar kleine Änderungen werden noch vorgenommen. Wie immer bin ich mir unsicher, was andere sagen, wenn sie die Geschichte lesen. Was ist, wenn sie nur mir gefällt und meine Lektorin sie zerrupft? Was, wenn die Testleser sagen, dass sie sie gar nicht mochten? Es sind die gleichen Zweifel, die mich bei jeder Geschichte überkommen. Ich glaube, jeder der schreibt, kennt diese Zweifel. Da hilft nur eins, weitermachen. Gar nicht erst lange grübeln und sich der neuen Geschichte verschreiben ...

Was haben mir diese Tage gebracht? Zum einen hatte ich die Zeit endlich einmal am Stück an einem Manuskript zu arbeiten und nicht nur ein paar Stunden zur Verfügung zu haben, die mir am Abend zur Verfügung stehen. Doch dafür habe ich wertvolle Urlaubstage geopfert, Tage die eigentlich meiner Entspannung und Erholung dienen sollten. Sicherlich habe ich auch einiges für mich getan, doch so wirklich frei hatte ich nicht. Vielleicht werde ich das beim nächsten Mal anders machen, vielleicht fahre ich wirklich weg. Ein Ortswechsel kann Wunder vollbringen. Aber das alles wird erst im nächsten Jahr sein, dann wenn das nächste Buch fertig werden muss. 

Donnerstag, 1. September 2016

Schreibklausur oder 10 Tage Wahnsinn / Teil I

Die Beendigung von "Eine tugendhafte Lady" steht bevor und ich habe nur noch wenige Tage, bis das Buch in Lektorat muss. Was also liegt näher, als sich Schreiburlaub zu nehmen, damit ich von morgens bis abends am Manuskript arbeiten kann? Die zwei, vielleicht drei Stunden, die ich nach Feierabend Zeit habe, reichen einfach nicht aus. Zumal einige Baustellen mich länger unterwegs sein lassen, als mir lieb ist.
Lange, lange habe ich überlegt, ob ich nur freimachen oder wie bei anderen gesehen wegfahren soll. Es hätte durchaus seinen Reiz gehabt, irgendwohin zu fahren und mich nur auf das Manuskript kümmern zu können. In meiner Fantasie hatte ich die klassischen Bilder von Schriftstellerin am Meer und so weiter.  Die Muse, die Inspiration. Ich habe mich lange Spaziergänge machen sehen. Spaziergänge? Ich muss arbeiten und was mache ich, wenn das Wetter schlecht ist?
Nein, ich bleibe zu Hause und arbeite von da aus. 

Tag 1: 


Am Freitagmorgen geht es los. Das Finale des Buchs steht bevor und ich weiß, dass mich nur noch wenige Seiten vom Happy End treffen. Ich bin hochkonzentriert, arbeite mich in die Geschichte, bis ja bis, mein Mann um viertel vor vier erklärt, dass er Feierabend macht. Entsetzt schaue ich auf die Uhr, viertel vor vier? Er kommt normalerweise nie vor sechs heim, auch freitags nicht. Im Gegensatz zu mir, muss er auch nicht durch das halbe Rhein-Main-Gebiet pendeln und ist zehn Minuten später zu Hause (und das mit dem Fahrrad, irgendwie bin ich neidisch, was das angeht) Der erste Tag ist offiziell beendet, da wir abends noch verabredet sind.

Tag 2:
Der beste Ventilator ever - Kaninchen bewachen mich
Es ist Samstag und der Tag soll der heißeste des Jahres werden. Die Fenster sind noch weit geöffnet, um wenigstens so viel kühle Luft wie möglich hereinzulassen, bevor die Hitze zuschlägt. Ich habe Kopfschmerzen. Kommen die vom Wein auf dem Weinmarkt? Wohl kaum, denn es war über mehrere Stunden verteilt etwas mehr als eine halbe Flasche - Weißwein, leicht, versteht sich. Aber was mich nicht umbringt ... Ähm nein. Ich sitze da und starre auf den Bildschirm. Wie heißt das Wort, das ich gerade schreiben wollte? Wie buchstabiert man Ägypten? Die Nachbarn rufen an. Ob wir kurz auf ihren Sohn aufpassen können. Wie war das noch mal? Ich wollte wegfahren? Das nächste Mal mache ich das - bestimmt. Großen Dank an den besten Ehemann, dass er das für mich übernommen hat. Ich bin gerade mitten in einer hochdramatischen Szene und kann an nichts anderes denken. Es ist immer noch heiß, aber Ventilatoren sind Zaubergeräte!
Abends als es kühler wird, machen wir die Fenster und Türen auf. Das ist okay, bis der Nachbar wieder anfängt zu grillen. Es ist viertel nach zehn und er grillt. Der Geruch von Grillanzünder aus Plastik schwebt zu mir, der später nur vom Geruch des Grillguts übertüncht wird. Nein, lecker riecht es nicht.
Irgendwie lässt mich die Geschichte nicht los und am Abend kann ich nicht aufhören zu schreiben. Das Ende ist erreicht und ich kann nicht aufhören.  Nur der Epilog fehlt noch. Es ist eins, als mir die Augen fast zufallen. Morgen ist auch noch ein Tag.

Tag 3:
Sonntag! Wir sind zum Kaffeetrinken bei meiner Schwester eingeladen. Um vier. Bis dahin bin ich fertig. Ich klemme mich hinter meinen Rechner und haue in die Tasten. Irgendwie ziert sich der Epilog noch ein wenig und ich brauche länger als ich gedacht habe. Doch dann, kurz bevor ich fast zwangsweise unter die Dusche beordert werde, um mich fertig zu machen, schreibe ich die magischen vier Worte unter das Buch. Ich fühle mich großartig und könnte die Welt aus den Angeln heben.
Es ist heiß und der Nachbar grillt um viertel nach zehn wieder ... 

Tag 4:
Montag. Es geht los mit der Überarbeitung. Wenn ich ehrlich bin, dann ist es keine richtige Überarbeitung im herkömmlichen Sinn. Denn während ich noch nach der richtigen Auslegung des Finales gesucht habe, habe ich schon einige Zeit vorher angefangen, das bisher geschriebene zu überarbeiten. Hey, ich habe Urlaub, kommt mir der Gedanke. Warum tust du nix für dich? Es ist Zeit für eine Sporteinheit. Eine Stunde, ich fürchte mich jetzt schon vor dem Muskelkater, der mich am nächsten Tag bestimmt überkommen wird. Ich habe monatelang kein bisschen Sport gemacht, das wird sich rächen, ich bin mir sicher. 
Habe ich erwähnt, dass es immer noch heiß ist? Beste Woche überhaupt, abgesehen vom Nachbarn, der was macht? Richtig, um kurz nach zehn mit dem Grillen anfängt.

Tag 5: 
Ich fange an Hedda, die Microsoft Stimme, zu hassen. Denn ich lasse mir das Buch vorlesen. Schnell merke ich, wo ein Wort fehlt oder die falsche Zeit gewählt wurde. Das ist toll und habe es bisher nur bei Patchwork gesehen. Doch nach zehn Stunden Dauerbeschallung durch diese monotone Stimme fange ich an zu verzweifeln und werde immer verwirrter. Habe ich jetzt wirklich selbständig geschrieben, wo nur ein selbst stehen sollte? Ich schaue und stelle fest, dass Hedda auch nur ein Teil eines Computerprogramms ist und darum nur so gut, wie derjenige, der es programmiert hat. Natürlich habe ich selbst geschrieben. Notiz an mich selbst: Ich sollte wieder Geschichten mit deutschklingenden Namen schreiben, denn Hedda ist durch und durch deutsch und spricht auch alles so aus, gerade die Eigennamen. Wobei sie auch melancholisch oder Vergnügen auf eigene Art und Weise betänt. Manchmal muss ich rätseln, was sie gerade gesagt hat. 
Ach so, es ist immer noch heiß. Trotz Terrasse entscheide ich mich meinen Laptop (Tablet) zu schnappen und an den Altrhein zu gehen, um dort zu arbeiten. Bewegung und so weiter ... Der erwartete Muskelkater ist nur ein kleines Miezekätzchen geworden. Habe ich was falsch gemacht? Normalerweise kann ich bei dem Programm drei Tage nicht laufen, wenn ich es nach langer Zeit mal wieder aufnehme. Egal, ich will mich nicht beschweren.
Am Altrhein ist es richtig heiß und keine der Bänke befindet sich im Schatten oder aber die Sohne wandert, bis ich wieder in der Sonne sitze. Schade, ich kehre also nach einer Stunde wieder zurück, bevor ich anfange zu zerfließen. 
Ich denke, das mit dem grillenden Nachbarn muss ich nicht näher ausführen. Es ist die Wahrheit, jeden Abend und immer so, dass der Geruch ins Schlafzimmer zieht, wo wir die Fenster zum Lüften aufgemacht haben. Könnte es morgen Abend bitte, bitte regnen? Nur damit er nicht grillen kann?

Tag 5 ist zu Ende und mit ihm die Hälfte meines Urlaubs. Ich merke, dass ich süchtig bin. Süchtig nach dem Schreiben, nach den Ideen, den Worten, die zu "Papier" gebracht werden wollen. Mein Tag kann nicht lange genug sein, weil es so viel zu tun gibt. Wie kann ich am Ende wieder in den Büroalltag zurückkehren? Ich sehe schwere Zeiten auf mich zukommen. Aber noch habe ich fünf Tage vor mir. Aber von denen berichte ich beim nächsten Mal.