Donnerstag, 8. Mai 2014

Den gebe ich nicht mehr her!

Und damit meine ich ausnahmsweise mal nicht meinen Mann, wobei für ihn selbstverständlich das Gleiche gilt. Nein, heute mache ich mit mal einen Ausflug in die Welt der Küchenwundergeräte.
Nachdem sich in den letzten vier Jahren drei Pürierstäbe bei der geringsten Anstrengung ins Nirwana verabschiedet haben, musste Ersatz her. Da die letzten Geräte bereits Markengeräte waren, stellte sich die Frage, welches Gerät es schafft so etwas Unzerstörbares wie einen Kürbis zu pürieren? Ja, ihr seht, wir stellen hohe Ansprüche an unsere Küchenutensilien. Auf meinen Recherchen welches Gerät wir uns als nächstes aussuchen, bin ich immer wieder über den Zauberstab von ESGE gestolpert. Der Preis für dieses Teil ist jedoch alles andere als zauberhaft, das kann ich euch sagen. Und doch hat es mich nicht losgelassen, darum bin ich vor ein paar Wochen beim Besuch der Rheinland-Pfalz-Ausstellung über meinen Schatten gesprungen und habe das Luxusset mit allem drum und dran gekauft. Man kann den Stab auch übers Netz bei allen möglichen Anbietern kaufen, doch angeblich sind die Modelle, die man auch Messen kauft leistungsstärker. Wie dem auch sei, so ein Gerät muss natürlich ausprobiert werden, ob es denn alles hält, was es verspricht.

Wenn man den Verkäufern auf der Messe Glauben schenken darf, gibt es eigentlich nichts, was dieser Zauberstab nicht kann. Noch bin ich in der Findungsphase und suche nach dem, was man nicht machen  kann.

Bisher habe ich tolle Frischkäsecremes, Waffelteige und einiges anderes ausprobiert. Was soll ich sagen? Es gelingt wirklich alles. Vielleicht ist der Milchschaum nicht so fest, wie ich es gewohnt bin, und für den täglichen Gebrauch werde ich weiterhin meinen elektrischen Milchaufschäumer nutzen. Aber es ist gut zu wissen, dass man das als Alternative nutzen kann, wenn man mehr als drei Gäste hat. Was mich aber absolut begeistert hat, war die Tatsache, mit welcher Leichtigkeit dieses Wunderding der Technik Sahne schlägt. Zum Thema Sahne muss ich sagen, dass die Zubereitung der selbigen zu den dunklen Kapiteln meiner bisherigen Küchengeschichte gehört. Ich weiß nicht warum, aber ich habe es mehr als einmal geschafft Butter statt Sahne zu schlagen. Und wenn es mal keine Butter war, dann eine suppige Sauce, nichts, was dem Wort Schlagsahne nur irgendwie nahe kam. Aber das ist vorbei. Geschichte! Schluss. Punkt. In weniger als einer Minute kann ich auf halber (!) Geschwindigkeit die perfekte Schlagsahne herstellen.

Ebenso fantastisch handhabt der Stab die Herstellung von Puderzucker. Wir hatten kürzlich sonntags zum Kaffee eingeladen und es sollte Waffeln geben. Blöd nur, dass ich nicht nachgeschaut hatte, ob wir noch Puderzucker haben. Dem war natürlich nicht so. Was also tun? Richtig! Mithilfe der Universalmühle und deren ultrascharfen Messern habe ich aus normalen Haushaltszucker innerhalb von kürzester Zeit Puderzucker hergestellt.

Das Gerät mag zwar unverschämt teuer sein, aber ich entdecke jeden Tag Neues, was ich damit machen kann und es mich auf neue Ideen bringt. Heute Abend gab es zum Beispiel eine Art Eis. Es richtiges Eis zu nennen, so weit würde ich nicht gehen. Einfach ein paar tiefgefrorene Früchte (bei mir waren es Heidelbeeren) zusammen mit Joghurt (griechischer Joghurt) mit etwas Zucker und geriebener Vanille in einen Topf gegeben, ein paar Minuten püriert und schon hatte ich einen leckeren Nachtisch gemacht.

Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass der Stab die Lebensdauer hat, von der viele Nutzer im Internet schwärmen. Zauberstäbe, die über 30 Jahre alt sind, scheinen keine Seltenheit zu sein. Wenn nicht, muss ich diesen Post wohl korrigieren und ihn in "Weg ist er" ändern.