Freitag, 8. Mai 2015

Bekenntnisse einer Serientäterin

Ich bin eine Wiederholungstäterin, jegliches Leugnen ist zwecklos. 

Serien, ob im Fernsehen oder als Buch werden oft und gerne von mir konsumiert. Castle, Dowton Abbey, Inspector Lewis oder Outlander, sind nur einige der Serien, die regelmäßig über meinen Bildschirm flackern. Von den Inspector Lynley Krimis besitze ich jeden einen einzelnen Band, ob als Taschenbuch, gebundenes Buch oder seit einigen Jahren als eBook ist dabei egal. Von Harry Potter besitze ich selbstverständlich auch alle Bände und nicht zu vergessen die Trotzkopf und Nesthäkchen Bücher aus meiner Kindheit. Ich mag Serien. Ich will sehen, wie die Figuren sich weiterentwickeln, welchen Weg sie einschlagen. Manchmal sind 300 bis 400 Seiten einfach nicht genug und ich will mehr. Ich will nicht für immer Abschied von lieb gewonnenen Charakteren nehmen, sondern wissen, was sie weiterhin erwartet. Jedes neue Buch mit bekannten Figuren ist wie ein Wiedersehen mit alten Freunden. Manchmal muss ich einen Augenblick überlegen, wenn ein wenig Zeit dazwischen lag, was vorher geschehen ist, doch das dauert meistens nicht lange. Dabei gehöre ich nicht zu den Menschen, die alles stehen und liegen lassen, wenn ihre Lieblingsserie läuft. Oft kaufe ich mir Serien erst Jahre nachdem sie ausgestrahlt wurden oder nehme sie auf und es kann dann einige Zeit ins Land gehen, bis ich dazu komme, mir das alles anzusehen. 

Es ist dieses Gefühl der Vertrautheit, dass man weiß, wen man mag und wen nicht. Oder aber auch die Tatsache, dass man sich in den Figuren getäuscht hat. Bis zum letzten Band von Harry Potter hat uns Joanne K. Rowling im Ungewissen gelassen, auf welcher Seite Snape steht. Glaubte man in dem einen Band, dass er auf der Seite der Guten steht, dachte man im nächsten Band vielleicht wieder etwas anderes. Einfach großartig! 

Mit "Einsatzort Vergangenheit" und allen nachfolgenden Bänden bin ich zur aktiven Serientäterin geworden. Es war immer klar, dass nicht nach einem Band Schluss sein konnte. Nachdem ich "Einsatzort Vergangenheit: Für immer und immer" beendet hatte, war ich traurig, dass es vorbei war. Laura, Phil, Richard und alle anderen waren mir ans Herz gewachsen.  Eigentlich war die Geschichte eigentlich auch erzählt. Aber heißt das, dass wirklich Schluss sein musste? Immerhin haben Laura und Phil bis heute keinen Walzer zusammengetanzt. Eine Tatsache, die den Auslöser zu einer neuen Idee gegeben hat und der Frage, was wäre wenn ... Und ehe ich mich versah, war eine neue Geschichte geboren. Sie war einfach da und entwickelte sich immer weiter, je mehr ich darüber nachdachte. Mit einem Mal war mir klar, dass "Einsatzort Vergangenheit: Für immer und immer" nicht der letzte Band der Reihe war. 

Die Reisen gehen weiter und ich bin so aufgeregt und freue mich darauf, wie wenn eine neue Staffel oder ein neues Buch nach einem Cliffhanger weitergeht. 
Alles ist so bekannt und vertraut und doch ist wieder etwas Neues dabei. 

Wie eingangs erwähnt: Ich bin eine Wiederholungstäterin ...