Freitag, 28. September 2012

Jedes Ende ist gleichzeitig der Anfang von etwas Neuem!

Damit ich jeden Monat meine Miete zahlen und den Kühlschrank füllen kann, gehe ich auch einem geregelten Beruf nach. Dabei bin ich im realen Leben so weit weg von der Kreativität, wie es nur irgendwie möglich ist. Aber ich mag meinen Job und ich mochte meine Firma. Mochte? Wieso Vergangenheit? Liegt da etwas im Argen, mobben die Kollegen?

Nein, heute war leider mein letzter Tag und nach dreizehn Jahren in der gleichen Firma musste ich heute "Auf Wiedersehen" sagen. Wer weiß, ob ich diese Entscheidung getroffen hätte, wenn die Firma in den nächsten Jahren nicht ihre Pforten schließen würde. So war ich gezwungen mich nach etwas Neuem umzuschauen.
Wenn ich zurückblicke, sehe ich mich, wie ich im Sommer 1999 als studentische Aushilfe dort angefangen habe.  Irgendwie kam ich nicht weg und bin geblieben, als man mir eine feste Anstellung anbot. Ich habe nebenbei meinen Betriebswirt gemacht und diverse Stationen im Unternehmen durchlaufen, bis ich an meinem letzten Posten angekommen war. In diesen dreizehn Jahren ist viel passiert und es war eine Zeit, die mir sehr viel bedeutet und, die ich um nichts in der Welt missen möchte. Aber es ist vorbei und ich muss nach vorne schauen. Und das was ich sehen kann, macht mich glücklich. Ich bleibe in der gleichen Branche und wechsle zu einer Firma, in der schon einige meiner ehemaligen Kollegen beschäftigt sind. Ich komme also nicht in ein komplett neues Unternehmen, was ich beruhigend finde. Schon am Montag werde ich meine neue Stelle antreten und ich bin schon gespannt darauf, was mich erwarten wird. Eines ist sicher: Es wird eine tolle, neue Herausforderung, die viel meiner Zeit in Anspruch nehmen wird. Wie sich das aufs Schreiben auswirken wird, werden wir in den nächsten Wochen sehen.

Obwohl mich viel mit meinem alten Unternehmen verbindet, immerhin habe ich dort meinen Mann und meine zwei besten Freundinnen kennengelernt, war ich heute beim Abschied nicht besonders traurig. Es war zwar etwas merkwürdig, als mir bewusst wurde, dass ich dies und jenes zum letzten Mal mache. Aber ich habe gemerkt, dass es einfach an der Zeit war, diese Periode meines Lebens enden zu lassen.

Und so öffne ich am Montag eine neue Tür und schaue, was sich dahinter verbirgt.