Samstag, 17. März 2018

Würde Jane Austen über Sex schreiben, wenn sie heute lebte?

Vor einiger Zeit habe ich einen Post verfasst über die Unterschiede zwischen Regency Romanzen und historischen Liebesromanen. Sollten beide in der gleichen Zeit spielen, ist eines der Hauptunterscheidungsmerkmale das Fehlen von Sex bei einem Regency Roman. Viele Leser verweisen in ihren Rezensionen darauf, wie sehr sie die Bücher an Jane Austen und Georgette Heyer erinnern, oder auch nicht, wenn es sich um einen historischen Liebesroman handelt, in dem es erotische Szenen gibt.

Was aber, wenn Jane Austens Romane aus einem bestimmten Grund so keusch daherkommen?

Jane Austen ist nicht nur für ihre feine Beobachtungsgabe und ihre spitze Zunge bekannt, sondern auch dafür, dass ihre Romane lebensnah sind. Das liegt daran, dass sie stets nur über die Dinge geschrieben hat, die sie kannte.
In keinem ihrer Bücher gibt es eine Szene, in der nur Männer allein vorkommen, da sie nicht wusste, über was die Herren sich unterhielten oder taten, wenn keine Frauen anwesend waren. Ihrer Nichte Fanny Austen, die sich ebenfalls schriftstellerisch betätigen wollte, gab sie einst den Rat nur Dinge zu beschreiben, die ihr vertraut waren. So riet sie ihr ab, einen Teil ihres Romans in Irland spielen zu lassen, da ihre Nichte nicht mit den dortigen Sitten, der Landschaft, etc. vertraut war. Sprich  Jane Austen hat nichts dem Zufall überlassen und blieb stets auf der sicheren Seite, wenn sie über Orte schrieb, die sie selbst besucht hatte. Wenn in einem ihrer Bücher die Dauer einer Reise beschrieben wurde, dann weil sie diese Strecke selbst einmal bereist hat.

Jane Austen war eine wohlerzogene Frau und kam aus einer angesehenen Familie, die nach dem Tod des Vaters finanziell eingeschränkt war.   Dennoch bewegte sie sich in Kreisen, die man heute gut und gerne als bessere Gesellschaft bezeichnen würde und ließ das in ihre Romane einfließen, weil sie damit vertraut war.
In keinem ihrer Romane küssen sich Held und Heldin, es gibt ein paar Küsse auf die Hand, zwischen Familienangehörigen einige Küsse auf die Wange. Geschah es aus Gründen der Schicklichkeit?
Ich bin mir nicht sicher ob es aus Gründen des Anstands und der Moral passiert, immerhin schreibt sie ganz offen in ihrem Romanfragment "Lady Susan" über eine Frau, die durch ihre außerehelichen Beziehungen von sich reden macht. Eigentlich ein Tabuthema und trotzdem schreibt sie darüber. Wer mit ihren Werken vertraut ist, wird merken, dass sie einige heiße Themen anfasst. Wie zum Beispiel das Thema Sklaverei in Mansfield Park.
Das bringt mich zu der Frage, ob Miss Jane Austen jemals geküsst wurde? Sie schreibt nie über einen Kuss zwischen Männern und Frauen, die nicht mindestens verlobt sind. Oder wollte sie nicht, dass ihre Familie wusste, dass sie einen Mann geküsst hat, weil es gegen die guten Sitten verstieß? Zu jener Zeit galt es als unanständig einen Mann zu küssen, mit dem man nicht mindestens verlobt war. (Dass es trotzdem uneheliche Kinder gab, wovon auch Jane Austen wusste, siehe Harriet Smith in Emma, steht auf einem anderen Blatt) Alles Gedanken über Jane Austen und ihre Erfahrungen mit Männern, sind nur Spekulationen, die keiner von uns beantworten kann.

Doch drehen wir einmal die Uhr nach vorne und stellen uns vor, Jane Austen lebte heute, wäre hier geboren und aufgewachsen. Ein Kind dieser Zeit.
In den letzten zweihundert Jahren, genauer gesagt im letzten Jahrhundert, haben sich die Moralvorstellungen enorm verändert und was damals als unschicklich galt, gehört heute zum guten Ton.
Frauen und Männer dürfen sich in unseren Kulturkreisen zu jeder Zeit miteinander verabreden, auch ohne Anstandsdame. Küssen, Sex - auch vor der Verlobung und Ehe - auch mit dem gleichen Geschlecht - gehören zu unserem Alltag. Niemand, bis auf wenige Ausnahmen, würde daran Anstoß nehmen. Auch eine Pfarrerstochter nicht, wenn sie ein halbwegs normales Leben führt.
Gehen wir also davon aus, dass eine heutige Jane Austen auch Autorin wäre und Liebesromane schreibt. Vielleicht würde sie keine ausführlichen Liebesszenen beschreiben, wie sie in erotischen Romanen vorkommen, aber ich bin überzeugt davon, dass sie es nicht einfach übergehen und ausblenden würde.

Nichtsdestotrotz ist Jane Austen eine begnadete Geschichtenerzählerin, die auf ihre eigene Art und Weise zu unterhalten wusste, gerne auch mit spitzer Zunge oder einem Wortspiel. Ihre Romane und die Verfilmungen sind unterhaltsam und bleiben einem im Gedächtnis. Ob mit oder ohne Sex.




Mittwoch, 14. März 2018

Warum ich kein Bauchschreiber mehr bin

Einsatzort Vergangenheit, meinen ersten Roman, habe ich mehr oder weniger aus einer Laune herausgeschrieben. Am Anfang flossen die Ideen und wenn ich mal nicht mehr wusste, wie es an einer Stelle weitergehen soll, habe ich andere Szenen geschrieben und das später miteinander verbunden. Es hat mehr oder weniger funktioniert. Dass ich die Geschichte später noch einmal umgeschrieben habe, hatte andere Gründe.

Dann fing ich mit Zwischenstation Gegenwart an und eigentlich lief es nach der gleichen Methode gut, sehr gut sogar. Nur, um festzustellen, dass der Roman viel zu umfangreich ist und ich einen fiesen Cliffhanger eingebaut habe. Endstation Vergangenheit war damit geboren. Aber auch hier bin ich keinem festgelegten Plot gefolgt.
Bei Für immer und immer hatte ich einen ungefähren Plan und habe bei schwierigen Szenen mithilfe einer Mindmap geplottet. Das war gar nicht mal so verkehrt, wenn da nicht sie Sache mit dem völlig verkorksten Anfang gewesen wäre. Ich habe knapp hundert Seiten gelöscht und umgeschrieben, weil der Anfang wirklich grausig gewesen ist.
Eigentlich sollte man meinen, dass man aus Versuch klug wird, anscheinend bin ich ein langsamer Lerner oder schwer von Begriff. Mission Glasschuh folgte wieder nur einem ungefähren Plot, ohne genau ins Detail zu gehen.
Dann habe ich die Schneeflockenmethode von Randy Ingermanson entdeckt und begonnen nach seinem System zu arbeiten. Es ist aufwändig und man muss einiges an Zeit investieren, aber zum ersten Mal hatte ich ein Konzept, das von vorne bis hinten durchgeplant war. Dass ich dann doch zwei Jahre gebraucht habe, um Liebe braucht kein Drehbuch zu schreiben, lag daran, dass mir Eine tugendhafte Lady und Unschuldig unter den Fingernägel gebrannt haben.
Wer jetzt glaubt, dass ich beide Bücher nach der Schneeflockenmethode geplottet habe, irrt. Eine tugendhafte Lady und auch Unschuldig hatten  ausgefeilte Plots, aber da ich ausprobieren wollte, auf verschiedenen Geräten und System gleichzeitig zu arbeiten, habe ich das nicht getan. Und bin wieder an einigen Stellen hängengeblieben, aber es war nicht so wie bei meinen ersten Romanen.

Dann kam Eine vortreffliche Lady und diese wurde wieder mit der Schneeflocke geplottet. Was soll ich sagen?
Nie zuvor habe ich ein Buch so schnell geschrieben wie dieses. Es war alles da. Jede Szene, jeder Handlungsablauf war grob vorgegeben. Es war das erste Buch, bei dem ich nichts umschrieben wurde. Zwar habe ich im Laufe des Schreibens gemerkt, dass ich Victorias Geheimnis ändern musste, aber es war nur eine kleine Änderung, die sich so besser in die Geschichte einfügte. Und bei der ersten Überarbeitung habe ich ein paar kleine Änderungen vorgenommen, aber kein Buch wird in der Rohfassung veröffentlicht und erfährt einige Überarbeitungen. Und auch jetzt ist die Geschichte noch nicht final, da sie noch ins Lektorat geht und es bestimmt noch einiges gibt, dass geändert werden muss, aber das ist der normale Prozess beim Schreiben eines Buches.
Warum ich aber endgültig zu der Überzeugung gekommen bin, dass ich nie wieder Bauchschreiberin sein möchte, ist Eine wagemutige Lady - mein zehnter Roman übrigens.
Ich bin ans Plotten mit einer Idee gegangen, die mir als gute Ausgangssituation für den Roman erschien. Jeder Schritt der Schneeflocke wurde eingehalten und eigentlich fand ich die Idee gut, nur um beim Ausarbeiten des Plots in kleinere Teile festzustellen, dass ich keine Idee hatte, was passieren sollte. Ich habe mir den Kopf zerbrochen, nach einem Weg gesucht, wie ich das doch so hinbekommen könnte, wie ich mir das vorgestellt habe.
Und dann kam eine Idee, und die nächste und die nächste ... Allerdings hatten die Ideen alle eine Sache gemein: Ich musste meine bisherige Plotidee komplett über Bord werfen. Es hätte nicht funktioniert. Nun weiß ich wohin die Geschichte gehen muss und plötzlich geht es wieder ganz leicht mit dem Plotten.

Warum dieses Steckenbleiben gut ist? Es ist während des Plottens und nicht während des Schreibens passiert. Hätte ich einfach drauf losgeschrieben, wie ich mir das grob vorgestellt habe, wäre ich gnadenlos gescheitert und irgendwann an dem Punkt angelangt, an dem ich festgestellt hätte, dass alles, was ich bisher geschrieben habe, Müll ist und hätte ewig umschreiben müssen. Als jemand, der das schon hinter sich hat, weiß ich, wie weh das tut und welch Aufwand dahinter steckt.
So muss ich nur in meinen bisherigen Plotplan gehen und diese Stellen ändern, um alles andere auszuarbeiten. Das Kind ist noch nicht in den Brunnen gefallen.

Natürlich heißt das nicht, dass alles zu 100 % so bleiben wird, wie es geplant wurde, aber das ist der Prozess des Bücherschreibens :-)

Freitag, 9. März 2018

Was schreibe ich denn nun? Regency Roman oder Historischer Liebesroman?

Wer glaubt, dass es sich bei den beiden oben genannten Genres um zwei Bezeichnungen für eine Sache handelt, der irrt. Es gibt kleine, aber feine Unterschiede. So wirklich klar ist mir das nie geworden, erst als ich mit meinem ersten historischen Liebesroman "Eine tugendhafte Lady" angefangen habe, wurde mir der Unterschied bewusst.

Was haben die beide gemeinsam?


  • sie sind in der Vergangenheit angesiedelt, aber das kann sie ebenso unterscheiden
  • im Mittelpunkt steht die Liebesgeschichte eines Paares (ja, wirklich, es ist kein Sachbuch ;-))
  • Held und Heldin müssen diverse Widrigkeiten unterschiedlicher Natur beseitigen, bevor sie sich am Ende in den Armen liegen dürfen oder gemeinsam in den Sonnenuntergang reiten. (Ich denke hier nur an das Ende von Drei Nüsse für Aschenbrödel, zwar kein Sonnenuntergang, aber das kommt dem ganzen schon sehr nahe)


Was trennt die beiden?


  • Sprache, Sitten und Rahmen in Regency Romanen lehnen sich eher an die Zeit an und versuchen den Ton jener Epoche zu treffen, bei einem historischen Liebesroman kann die Sprache auch etwas moderner sein. Wobei ich versuche, nicht allzu modern zu werden und vor allem keine Dinge erwähnen, die es zu dieser Zeit noch nicht gab - wie „Sicherungen durchbrennen“ oder ähnliches. Auch bemühe ich mich, der Zeit anzupassen und darauf zu achten, dass der historische Hintergrund korrekt wiedergegeben wird.
  • Ein Regency Roman spielt wie der Name schon sagt, in der Regentschaftszeit Englands, die  von 1811 bis 1820 dauerte, weiter gefasst von 1794 bis 1837.
  • Ein historischer Liebesroman kann zu jedem Zeitpunkt in der Vergangenheit und auch Ort spielen - in USA sind Romane, die im Wilden Westen spielen besonders beliebt. Meine „Tugendhafte Lady“ ist somit schon einmal kein Regency Roman, da er vor Beginn der Regency Epoche spielt, fällt aber doch in die weiter gefasste Regentschaftszeit.
  • In einem richtigen Regency Roman kommt Sex nicht vor. Meines Erachtens hängt das damit zusammen, dass Georgette Heyer, die als Begründerin des Regency Romans gilt, in einer Zeit geschrieben hat, in der nicht erwähnt wurde, was sich im Schlafzimmer abspielte. Es gibt höchstens einen keuschen Kuss, aber mehr nicht. Ähnlich wie bei Jane Austen, die in unserer heutigen Zeit als Autorin von Regency Romanen gilt, aber eigentlich kontemporäre Liebesromane geschrieben hat. Stolz und Vorurteil ist in einer Zeit entstanden, in der man sich Gedanken um die Gesundheit des Königs machte, aber nicht daran dachte, dass sein Sohn eines Tages die Regentschaft für ihn übernehmen könnte.
  • In einem historischen Liebesroman hingegen kann es mehr oder weniger explizit werden. Mir sind sogar einige untergekommen, in denen es hauptsächlich nur um das Eine ging. Ich mag historische Liebesromane, wirklich, aber wenn es nur noch darum geht, dass Held und Heldin miteinander schlafen, dann verdrehe ich die Augen und überblättere die meisten Seiten. Ich will eine spannende Geschichte lesen und nicht erfahren, auf wie viele Arten der Held die Heldin zum Höhepunkt bringen kann. Auch in „Eine vortreffliche Lady“ (Sommer 2018) wird es Liebesszenen geben, aber sie nehmen nicht den Großteil des Romans ein, versprochen. 
Das ist nur eine grobe Zusammenfassung dessen, was die beiden Genre, die so gerne miteinander vermischt werden, trennt und gemein haben. 

Ich habe mich bewusst dafür entschieden, historische Liebesromane zu schreiben, da ich die wundervollen Romane von Julia Quinn, Amanda Quick, Jude Deveraux und wie sie alle heißen gelesen habe und sie mich inspiriert haben. Wohingegen ich zugeben muss, dass ich mit Georgette Heyer noch nicht ganz warm geworden bin. Ich versuche mich immer wieder an einem ihrer Romane, die wirklich hervorragend recherchiert sind, aber mich noch nicht richtig in ihren Bann gezogen haben. Wer eine Empfehlung für mich hat, welchen ihrer Romane ich unbedingt lesen muss, nur her damit :-)

Fällt euch noch ein Unterschied zwischen den Genre ein?







Donnerstag, 25. Januar 2018

Liebe braucht kein Drehbuch

Ich gebe zu, ich war im letzten Jahr wirklich sehr schreibfaul, was diesen Blog anging. Und vielleicht ist es auch eine Art guter Vorsatz fürs neue Jahr, aber ich denke, ich werde zukünftig häufiger bloggen. Ich habe da einige Ideen, die ich gerne umsetzen möchte und die sich gut mit meinen Schreibthemen verbinden lässt. 

Aber ... Der auslösende Grund für meinen Blog ist der, dass ich es mal wieder getan habe ;-) Ich habe ein neues Buch veröffentlicht ... 

Liebe braucht kein Drehbuch! Ein Projekt, das mich schon einige Zeit begleitet hat und das mich auch hin und wieder verzweifeln ließ. Ich habe mich in die Gegenwart gewagt und einen Liebesroman geschrieben, der weder ChicLit ist und auch keine Bad Boys und Millionäre vorkommen. (Na ja, nicht ganz. Ein Millionär  kommt darin vor, aber der ist Milliardär und spielt nur eine ganz untergeordnete Rolle). 

Und worum geht es?
Er ist einer der beliebtesten Schauspieler Deutschlands. Sie ist eine gefragte Darstellerin in Hollywood. Sie könnten das Traumpaar der Filmbranche sein, wenn da nicht ihre gemeinsame Vergangenheit wäre. 
Vor fünf Jahren hatten die Schauspieler Pia Sommer und Daniel Krieger eine Affäre, die ein abruptes Ende nahm. Ein Rollenangebot aus Hollywood ist für Pia die willkommene Gelegenheit, ihr gebrochenes Herz zu kitten und Abstand zu gewinnen.Nun kehrt sie zurück zu der Fernsehserie, die sie damals bekannt gemacht hat und damit auch zurück zu Daniel. Auch wenn sie seinen Verrat weder vergessen noch verzeihen kann, merkt sie nach ihrem ersten Wiedersehen, dass er ihre Gefühle noch immer durcheinanderbringt. So sehr sie sich dagegen wehrt, ihn nicht mehr in ihr Herz zu lassen und ihn auf Abstand zu halten, spürt sie, dass das einfacher gesagt, als getan ist. 
Aber kann sie vergessen, was geschehen ist oder werden am Ende die alten Wunden wieder aufreißen und ihr den Glauben an die Liebe für immer nehmen?
Ein Liebesroman über zweite Chancen, Irrungen und Wirrungen.


Neugierig geworden? Dann geht es hier zur Leseprobe. Du willst direkt kaufen, dann hier entlang.

Derzeit gibt es das Buch für kurze Zeit zum Einführungspreis von 0,99 €. Aber schnell sein, das Angebot gilt nicht lange.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und bald gibt es wieder mehr von mir zu hören! 

Sonntag, 23. Juli 2017

Unschuldig - Einsatzort Vergangenheit Band 6 und das Ende der Funkstille

Ja, sie schreibt noch ... Und zwar gar nicht wenig. Aber in den letzten Monaten war einiges los und mir fehlten ein wenig die Ideen für einen Blogpost. Sollte ich über meine Recherche zum aktuellen Buch posten? Plaudern, was ansteht oder über irgendetwas anderes schreiben?
Doch in der Regel endete es dann damit, dass ich am aktuellen Projekt weitergeschrieben habe.
Wie schon einmal erwähnt, bin ich Serientäterin :-) Ich kann meine Charaktere nur schwer ziehen lassen und gerade bei Laura und Phil, die meine ersten Babys sind. fällt es mir besonders schwer.
Und so habe ich mir für die beiden wieder ein Abenteuer ausgedacht und was für eines!

Hier der Klappentext zu "Unschuldig"


New York, Oktober 1886

Das Symbol der Freiheit. Ein Mord. Ein Mann auf der Flucht

Mit einem ausschweifenden Fest wird die Freiheitsstatue von Frankreich an die USA übergeben. Die ganze Stadt ist außer Rand und Band und die Zeitreisenden Laura und Phil mittendrin.
Doch die Feierlichkeiten im Hafen fordern einen bekannten Reporter als Todesopfer. Was zu Beginn wie ein Unfall aussieht, entpuppt sich rasch als Mord. Einen Verdächtigen hat die Polizei schnell gefunden und verhaftet: Es ist niemand anderes als Phil Berger!
Was als romantische Reise in die Vergangenheit beginnt, entwickelt sich für beide in kürzester Zeit zum Albtraum.
Um sein Leben fürchtend, flieht Phil aus dem Gewahrsam der Polizei und taucht in den Slums von New York unter.
Doch wer hat den Reporter, den er angeblich umgebracht hat, wirklich auf dem Gewissen? Zusammen mit Laura begibt er sich auf die gefährliche Suche nach dem wahren Täter, um ihn seiner gerechten Strafe zuzuführen.

Dabei machen sie eine unglaubliche Entdeckung, die ihr Leben und ihre Zukunft nachhaltig beeinflussen wird.

Neugierig geworden? Dann geht es hier zur Leseprobe. Du willst direkt kaufen, dann hier entlang.

Derzeit gibt es den sechsten Band für kurze Zeit zum Einführungspreis von 0,99 €. Aber schnell sein, das Angebot gilt nicht lange.

Sonntag, 11. Dezember 2016

Eine tugendhafte Lady

Lange, lange habe ich von meinem Projekt "Eine tugendhafte Lady" geschrieben. Bereits Anfang September war das Manuskript fertig und ging ins Lektorat.

Jetzt, im Dezember, ist es endlich soweit und kann voller Stolz mein neues Werk, das unter dem Pseudonym Megan Grace erscheint, präsentieren.

Eine tugendhafte Lady 




Seit letztem Freitag ist es bei Amazon online und ich muss gestehen, dass ich vom derzeitigen Erfolg des Ebooks total überwältigt bin. Nach nur zwei Tagen ist es in den Top 100 der gesamten Ebook Charts bei Amazon. Ich gebe zu, dass es nur in den unteren Rängen ist, aber alleine die Tatsache, dass es so schnell so weit gekommen ist, macht mich total happy. 

Worum es geht? 

Er ist ein Spieler und Frauenheld - Sie ist die wohlerzogenste Frau, die die Londoner Gesellschaft je gesehen hat - Eigentlich müssten sie einander hassen - Eigentlich ...

Catherine Brooks ist eine Lady, wie sie im Buche steht und an Tugendhaftigkeit kaum zu überbieten. Jemandem ihren Namen zu nennen, obwohl sie einander nicht vorgestellt wurden, und einem Mann, der keine Handschuhe trägt, die Hand zu reichen, würde ihr nicht einmal im Traum einfallen.
Jonathan Blake, Viscount Hayes, ist ein sorgloser Lebemann, der nur sein Vergnügen kennt und seine Zeit lieber an den Spieltischen der Stadt verbringt, als auf Brautschau zu gehen. Es gibt mehr Gerüchte in Zusammenhang mit seinem Namen, als das Jahr Tage hat. 
Als das Schicksal sie auf immer aneinanderkettet, müssen beide erkennen, dass nicht immer alles ist, wie es scheint und manch einer ein gefährliches Geheimnis verbirgt.


In den nächsten Tagen werde ich bestimmt mal einen kleinen Ausschnitt posten und natürlich auch die Verfügbarkeit des Taschenbuchs verkünden. Denn das stellt sich leider noch ein wenig quer. 

Ich wünsche allen einen schönen restlichen dritten Advent und wer auch der Suche nach einem historischen Liebesroman ist, der mag vielleicht bei meinem Einführungsangebot von 0,99 € zugreifen. Denn lange wird der Preis nicht mehr so bleiben.



Sonntag, 27. November 2016

Was man für 0,99 Cent kaufen kann und selbst das einigen noch zu viel ist

Für 0,99 Euro kann man bei meinem Bäcker drei Kaiserbrötchen kaufen, eine Tafel Schokolade ist oft für 0,99 Euro im Angebot zu haben.  Viel mehr was man für 0,99 Euro kaufen kann, will mir spontan nicht einfallen, vielleicht noch ein Päckchen Kaugummi oder etwas Ähnliches. Ein einfaches Stück Seife könnte so viel kosten. Ich müsste mich wirklich anstrengen, um etwas zu finden, das für diesen geringen Preis zu kaufen ist.

Wirklich??? Ist das alles? Habe ich nicht etwas vergessen? Lasst mich mal überlegen ...

Stimmt, Bücher - Ebooks werden oft für 0,99 Euro angeboten. Für weniger als einen Euro, das ist doch wirklich günstig, oder? Egal welchen Umfang dieses Buch hat, man liest länger als der Verzehr der eingangs erwähnten Brötchen dauert. Und trotzdem gibt es Menschen, die nicht bereit sind, selbst diesen Euro (ich habe großzügig aufgerundet) zu zahlen. Nein, sie holen sich die Bücher lieber kostenlose auf dubiosen Plattformen, riskieren dabei, sich PC Viren und ähnliches einzufangen, anstatt diesen Euro zu zahlen. Dafür gehen sie aber zur amerikanischen Kaffeehauskette und kaufen sich eine dortige Spezialität, die unter drei Euro nicht zu haben ist und trinken diesen in zehn Minuten. Dafür geben sie Geld aus, verschwenden aber keinen Gedanken daran, dass der oder die Autorin, dessen Buch sie sich gerade irgendwo runtergeladen haben, vielleicht auch gerne einmal einen Kaffee bei dieser Kette kaufen möchte. Oder einmal ins Kino oder sogar in den Urlaub fahren will. Nur, wie soll der oder die Autorin das machen, wenn niemand für seine/ihre Arbeit zahlt?
Warum ist man bereit für so vieles zu zahlen, nur für Ebooks und andere digitale Inhalte nicht? Liegt es daran, dass man es nicht in Händen halten kann? Was man nicht physisch erfahren kann, ist somit nichts wert und gibt einem die Berechtigung alles kostenlos zu beziehen? Wenn der oder die Autorin das Buch hätte kostenlos anbieten wollen, hätte er oder sie es getan. Möglichkeiten dazu gibt es genug. Hat er oder sie aber nicht. Aus dem einfachen Grund, dass er oder sie für ihre Arbeit auch gezahlt werden möchte. Ein bisschen unverschämt diese Einstellung, sollen sie doch was richtiges machen, dann bekommen sie auch Geld dafür.

Ein kleines Beispiel: Nehmen wir an, es gibt da eine kleine Weihnachtsgeschichte. Nennen wir sie Keine Küsse unterm Weihnachtsbaum. Es ist wirklich nur eine Kurzgeschichte, aber auch dafür hat die Autorin einige Stunden am Rechner gesessen und diese Geschichte geschrieben. Damit es hübsch aussieht, hat sie ihre liebe Freundin und Kollegin darum gebeten, ihr ein Cover zu erstellen. Da es zu einer Reihe gehört, war es nicht so teuer, aber nicht kostenlos. Die Autorin ist betriebsblind für ihre eigenen Texte  und die enthaltenen Fehler, darum hat sie auch eine Korrektorin engagiert. Die, oh Wunder, nicht kostenlos arbeitet. Somit hat die Autorin bevor das Buch überhaupt auf dem Markt ist einen dreistelligen Betrag investiert. Und den hätte sie eigentlich auch gerne durch die Verkäufe wieder erhalten. Nur wie soll das funktionieren, wenn die Kurzgeschichte, die nicht einmal einen Euro kostet, wenige Tage nach Erscheinen illegal zum kostenlosen Download angeboten wird? Und es mehr als genug Menschen gibt, die das Angebot nutzen? Irgendetwas passt hier doch nicht, findet ihr nicht auch?

Ich schreibe Romane, weil es das ist, was ich schon immer tun wollte. Weil es mir Spaß macht, ich liebe es, mir Geschichten auszudenken und andere damit zu unterhalten. Aber wie jeder andere, der arbeitet und Schreiben ist Arbeit, möchte ich auch dafür bezahlt werden. Ich möchte weiterhin meine Lektorin, Korrektorin und Coverdesignerin zahlen können, ich möchte weiterhin Geschichten veröffentlichen, aber solange es Menschen gibt, die nicht einmal einen Euro ausgeben wollen, weiß ich nicht, wie lange ich das noch tun kann. Wie lange ich es mir noch leisten kann.

Im oben beschriebenen Beispiel handelt es sich um eine von mir verfasste Kurzgeschichte, die als Beispiel für die vielen anderen Bücher dienen soll, die täglich illegal heruntergeladen werden. Von Menschen, die keinen Gedanken daran verschwenden, welchen Schaden sie den Autoren damit zufügen. Egal ob Verlagsautor oder Self-Publisher. (Auch auszuweiten auf die anderen Künstler). Ich weiß, dass ich damit nur die Menschen erreichen werde, die ihre Bücher kaufen und diesen danke ich von ganzem Herzen. Die anderen lesen es vermutlich und zucken mit den Schultern, bevor sie sich wieder einmal ein Buch auf einer dieser Seiten herunterladen.
Ich bin wirklich kein Mensch, der anderen Böses will, aber manchmal wünsche ich mir, dass diese Menschen erfahren, was es heißt, für ihre Arbeit kein Geld zu bekommen. Dass ihr Chef ihnen am Ende des Monats erzählt, dass sie doch arbeiten durften und das ihnen alleine Belohnung genug sein sollte. Wie sich Miete, Lebensmittel und andere Nebenkosten bezahlen lassen, sei doch das Problem der Person selbst. Nur einmal wünsche ich mir das.

In diesem Sinne wünsche ich allen einen schönen ersten Advent, auch wenn mir gerade nicht mehr so weihnachtlich zumute ist.